Waldbesitzer absolvieren zweitägigen Motorsägenkurs - Nie alleine arbeiten
Fit mit dem "Fichtenmoped"

Viele nützliche Tipps zur Arbeit im Wald gab es für die 17 Waldbesitzer. Unter der Leitung von Forstamtsrat Mathias Rupp (rechts) kam auch die Praxis nicht zu kurz. Jeder Teilnehmer fällte am Ende des Kurses einen größeren Baum - quasi als Abschlussprüfung. Bild: edo
Vor allem die richtige Kleidung ist entscheidend: So sind Schutzschuhe mit Schnittschutzeinlage bei der Waldarbeit verpflichtend - normale Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe genügen nicht. Das erfuhren 17 Waldbesitzer bei einem kostenlosen Motorsägen-Grundkurs des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weiden sowie des Forstreviers Neustadt am Kulm-Scheckenhof.

Zunächst erfuhren die Teilnehmer in einem Vortrag von Jörg von Krieglstein von der Land- und Forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz Basisinformationen zur Unfallverhütung. Er wies darauf hin, dass Alleinarbeit im Wald nicht erlaubt ist: "Viele Todesfälle hätten durch das Eingreifen eines zweiten Mannes verhindert werden können."

Des Weiteren appellierte er, den Gefahrenbereich zu beachten. Als Maß gelte die "doppelte Baumlänge rundherum". Bei einem 30 Meter hohen Baum mache dies die Größe von zwei Fußballfeldern aus. Anschließend standen unter der Leitung von Forstamtsrat Mathias Rupp Pflege, Wartung und Instandsetzung der Säge auf dem Programm.

Danach wandten die Männer das Gelernte in der Praxis an. Jeder sägte unter Beachtung des kompletten Arbeitsablaufes einen stärkeren Baum um. Dabei wurden gleich jahreszeitlich bedingte Risiken berücksichtigt: Aufgrund der hohen Schneelast neigten sich zahlreiche Bäume zur Seite, und so musste eine spezielle Fälltechnik - der Stechschnitt mit breiterer Bruchleiste - angewandt werden, um den Stamm in die gewünschte Richtung zu steuern.

Zum Abschluss gab es Tipps zur Aufarbeitung von Brennholz und Informationen zur Holzmessung, Sortierung und Vermarktung. Bei der Abschlussbesprechung im Schulungsraum der Feuerwehr überreichte Rupp allen "Absolventen" eine Urkunde. Sein besonderer Dank ging an Josef Schwemmer, der sich seitens der Waldbesitzer für die Organisation zuständig zeigte. Für Herbst 2015 ist ein weiterer Kurs geplant.
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