Waldjugend beseitigt Fichtenanflug auf Moorboden
Am falschen Platz

Mit Motorsäge und Baumschere waren die Waldläufer am Böllerweiher aktiv: In einer ungefähr 200 mal 80 Meter großen Verlandungszone beseitigten sie etwa 20 Jahre alte Fichtenbäumchen, die auf dem Moorboden aus ökologischen Gründen nicht erwünscht sind. Bild: rn
Die Pflege von Besonderheiten der Natur: Das hat sich die Waldjugend zur Aufgabe gemacht. In ihren Gruppenstunden sind die Waldläufer seit vielen Jahren im unteren und oberen Stadtwald aktiv. Bei ihrer jüngsten Aktion waren sie in der südlichen Verlandungszone des Böllerweihers, einem Teilbereich der sogenannten Haarweiherkette, tätig.

Auf einer einstigen, etwa 200 mal 80 Meter großen Wasserfläche galt es Fichtenanflug zu entfernen, der sich auf dem Moorboden aus biologischen Gründen nicht ausbreiten soll. Wie die beiden Jugendleiter Walter Seltmann und Hermann Schmidt betonten, genieße Moorboden wegen seiner Fähigkeit zur Speicherung von CO2 hohen Stellenwert. Die ökologische Maßnahme erfolgte in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald.

Der Anflug bestand aus etwa 20 Jahre alten Fichtenbäumchen, die mehr oder weniger verstreut auf dem von Moos, Heide und Gras bewachsenen Areal standen. Wegen des saueren und nährstoffarmen Bodens erreichten sie nur ein sehr geringes Wachstum. Die Jahresringe waren extrem eng, wie die Schnittstellen zeigten.

Bei der Arbeit kamen der Waldjugend die Folgen des extrem trockenen Sommers zugute. Ausgerüstet waren die Waldläufer je nach Alter mit Motorsäge oder einfachen Schnitthilfen. Nach dem Arbeitseinsatz war ihnen eine Brotzeit sicher.
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