Wandel in der Arbeit mit Behinderten

Viel hat sich seit Beginn ihrer Tätigkeit in Michelfeld geändert. "Als ich anfing, gab es kaum Geld für erwachsene Menschen mit Behinderungen", erzählt die Ordensfrau. In der Mariengruppe, die sie lange leitete, benutzten damals 40 Bewohner einen Schlafsaal mit ebenso vielen Betten. Es gab keine weltlichen Mitarbeiter; alle wurde von den Schwestern versorgt.

40 Franziskanerinnen lebten und arbeiteten damals in Michelfeld. Sie bemühten sich, die Menschen mit Behinderung zu fördern und in einen strukturierten Alltag einzugliedern. Wer konnte, durfte kleinere Arbeiten verrichten - in der Küche oder in der bekannten Paramentenstickerei.

Mit dem Entstehen der Lebenshilfe Ende der 1970er-Jahre änderte sich die Einstellung gegenüber Erwachsenen mit Behinderung. Langsam setzte sich die Erkenntnis durch, dass auch sie gefördert werden sollten. 1978 wurde das Kloster umgebaut. Die Schlafsäle verschwanden, erinnert sich Schwester Madlen. Heute leben in der Mariengruppe elf Bewohner. Weltliches Personal betreut sie; sie schlafen in Doppelzimmern. (swt)
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