Wanderbar

Ein Aufstau in der Tirschenreuther Waldnaab behindert seit über 100 Jahren die Wanderung der Fische. Jetzt wird dies geändert, etwa durch einen überströmbaren Damm und eine "Sohlrampe". Im Bild der Ausbau des breiigen Gewässersediments in der Waldnaab unmittelbar vor der bereits rückgebauten Wehranlage. Bild: hfz

Seit über 100 Jahren existiert nördlich von Gumpen ein Aufstau in der Waldnaab. Seitdem ist die Durchgängigkeit des Gewässers, etwa zur Wanderung von Fischen, unterbrochen. Das soll sich jetzt ändern.

Die Gewässer sollen wieder in einen guten Zustand gebracht werden, fordert die europäische Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL). Seit mehreren Jahren führt das Wasserwirtschaftsamt Weiden diese Aufgaben an vielen Gewässerabschnitten durch. Jetzt soll die Tirschenreuther Waldnaab folgen. Aufgrund der Lage des Gewässerabschnittes innerhalb des Bundesnaturschutzgroßprojektes "Waldnaabaue" müssen besonders die Belange des Naturschutzes berücksichtigt werden. Insbesondere muss hier der Wasserspiegel eines vorhandenen Altarms erhalten bleiben. Deshalb wird ein überströmbares, etwa 35 Meter langes, Dammbauwerk errichtet. Zudem wird eine "Sohlrampe" in die Waldnaab auf einer Breite von rund acht und einer Länge von 30 Metern eingebaut. Der Höhenunterschied der sieben Stufen beträgt dabei jeweils knapp 15 cm.

Die Baumaßnahme wird vom Freistaat Bayern vollständig finanziert, Gesamtkosten rund 50 000 Euro. Ab Mitte Oktober, rechtzeitig zur Wanderung der Salmoniden, soll die Tirschenreuther Waldnaab wieder ein weiteres Stück durchwanderbar sein.
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