Wanderkonzert führt vom Klosterdorf zum Barbaraberg - Teilnehmer lassen sich vom Regen nicht ...
Barocke Pracht liegt auf dem Weg

Speinshart. (stg) Natur, Architektur und Musik: Eine besondere Veranstaltung bei den Speinsharter Barocktagen verband diese drei Aspekte. Und am eigenen Körper erfuhren die Teilnehmer, dass Gottes Schöpfung neben Sonne auch Wind und Regen zu bieten hat.

Zum Wanderkonzert hatten die Verantwortlichen am Samstagnachmittag eingeladen. Auf historischen Pfaden ging es vom Klosterdorf hinaus zur alten Wallfahrtskirche am Barbaraberg. Pater Lukas Prosch begrüßte die wanderfreudigen Musikliebhaber im Kreuzgang des Klosters und erläuterte ihnen kurz die Geschichte des Barbarabergs sowie der 1508 erstmals erwähnten Kapelle. An insgesamt fünf Stationen während des etwa drei Kilometer langen Weges hinauf auf den "Berg" bekamen die Zuhörer Klänge des Barock serviert. Sowohl Gesang wie auch instrumentale Darbietungen durften die Teilnehmer an diesem ungewöhnlichen Konzertereignis genießen.

Den Auftakt gab es in der Klosterkirche, wo Orgel- und Geigenmusik von Heinrich Ignaz Franz Biber (1644 bis 1704) erklang. Die Wanderung führte dann bei sonnigem Wetter auf dem Wallfahrtsweg weiter bis zum Waldrand: Schon aus der Ferne vernahmen die Teilnehmer die Klänge zweier Trompeten, weitere festliche Stücke folgten inmitten der natürlichen Waldkulisse.

Weiter ging der Weg zur Sandsteinfigur der heiligen Katharina: Neben Musik von Arcangelo Corelli und Tarquinio Merula wartete hier auch eine kleine Stärkung - Getränke sowie Süßes aus der Klosterküche - auf die Wanderer. Eher unangenehm gestaltete sich der folgende Streckenabschnitt: Dass der Weg steil anstieg, war nicht unbekannt. Der einsetzende heftige Regen dauerte zwar nur eine knappe Viertelstunde, zum Nasswerden beziehungsweise Durchnässen reichte es allerdings. Gut, dass an der vierten Station zu Beginn des Kreuzwegs unterhalb der Kapelle der Regen schon wieder nachgelassen hatte. Präsentiert wurden hier geistliche Lieder und Arien von Johann Sebastian Bach, Andreas Hammerschmidt und Georg Böhm.

Nach dem letzten Anstieg erreichten die Teilnehmer schließlich das Ziel - den Barbaraberg: Im Inneren der Kapelle schlug Georg Schäffner an der Orgel das letzte musikalische Kapitel des Wanderkonzertes auf - barocke Klänge aus der Feder von Johann Sebastian Bach. Für die Rückfahrt ins Klosterdorf stand ein Bus bereit - und es blieb die Gewissheit, an einem ganz außergewöhnlichen Musikereignis teilgenommen zu haben.
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