Warten auf Schnee

Scharf geschossen wird auf der Silberhütte nicht. Mit Lasergewehren lassen sich die Ziele an der neuen Biathlonanlage ins Visier nehmen, und das ganzjährig. Bild: nm

Obwohl sich der Winter momentan nur durch kältere Nachttemperaturen ankündigt, laufen die Vorbereitungen im Skilanglaufzentrum Silberhütte auf Hochtouren. Die Verantwortlichen sind gespannt, wie die neue Attraktion ankommt.

Silberhütte/Bärnau. (nm) Schneekanonen liegen auf der Lauer, Spurgeräte warten auf ihren Einsatz, Loipen sind gemulcht und präpariert: Auf der Silberhütte läuft der Countdown für den Start in die neue Saison. Gleichzeitig versucht der Förderverein, die durch gestiegene Ansprüche entstandenen Zusatzkosten in den Griff zu bekommen. Arbeit über Arbeit, die immer noch zu einem beträchtlichen Teil auf ehrenamtlicher Basis geleistet wird.

Mit der neuen Laser-Jedermann-Biathlonanlage verfügt das weit über die Region hinaus bekannte Sport- und Freizeitzentrum über eine neue Attraktion. Jung und Alt können sich entweder selbst als Biathleten beweisen oder einfach nur versuchen, fünf Scheiben stehend und liegend zu treffen.

Schon etliche Voranfragen

Vom 15. Dezember bis 15. März findet der Winterbetrieb bei entsprechender Witterung jeweils am Samstag und Sonntag von 13 bis 16 Uhr statt. Weitere Termine (Gruppen, Vereine, Events) müssen vereinbart werden. Eine Anmeldung ist unter der Telefonnummer 09635/1344 oder unter slz-silberhuette@t-online.de möglich.

Pro Person werden Kosten von drei Euro (zweimal stehend, zweimal liegend schießen) fällig, Mitglieder zahlen nur zwei Euro. Gruppentarife: bis 10 Personen 20 Euro, bis 20 Personen 40 Euro. Zahlreiche Voranfragen zeigen, dass die Biathlonanlage schon jetzt ein echter Volltreffer ist.

Unter der Regie des Fördervereins wurden in den letzten vier Jahren rund drei Millionen auf der Silberhütte investiert. "Nur so können wir gegenüber konkurrierenden Sportstätten wettbewerbsfähig bleiben", verweist Manfred Gleißner, Mitglied des Vorstandes, auf EU-Förderprogramme, Sponsoren und Mitglieder, die den Ausbau ermöglichten.

Auch Politik gefordert

Mit dem Freizeitzentrum sind aber auch die Aufgaben für den ehrenamtlichen Vorstand und dessen Helfer gewachsen. "Ohne einen angestellten technischen Leiter hätten wir den Ansprüchen der Besucher nicht mehr gerecht werden können", sagt Gleißner. Er verweist auf enorme Kosten für den Unterhalt - rund 100 000 Euro pro Saison.

Der Edeldorfer fordert die Besucher der eintrittsfreien Anlage auf, sich über die Mitgliedschaft im Förderverein an den Unkosten zu beteiligen. Wer als Bei- oder Mitfahrer keine Parkgebühren bezahlt, kann für den Förderverein über das Lösen eines Drei-Euro-Parktickets spenden.

Auch auf politischer Ebene finden Gespräche zur Zukunftssicherung des weit über die Grenzen der Region hinaus bekannten Sport- und Freizeitzentrums am Grenzkamm des Oberpfälzer Waldes und des Böhmerwaldes statt.
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