Was im nächsten Jahr auf den Stadtrat wartet
Miteinander punkten

Gemeinsamkeit dokumentiert der Stadtrat auch mit der gemeinsamen Weihnachtskarte. Als Motiv wurde der Eixlberg gewählt. Bild: Völkl
Pfreimd. (cv) Es war wie immer bei der Jahresabschlusssitzung: Ein Dank an Anton Bock, den treuesten Zuhörer, den sich Stadträte vorstellen können, ein Gang zum "Schweinderl", in welches das Sitzungsgeld für einen sozialen Zweck wandert und ein Abschlussessen mit Partnern, diesmal in den Räumen der Landgraf-Ulrich-Halle, bei dem der neue Pächter Martin Schreglmann seine "Feuertaufe" bestens bestand. "Neu" war in diesem Jahr nur der, der das Wort ergriff: Bürgermeister Richard Tischler.

Seit seinem Amtsbeginn am 1. Mai stellten die Stadträte in zehn öffentlichen und neun nichtöffentlichen Sitzungen die Weichen. Es gab drei Sitzungen des Bauausschusses, drei des Haupt- und Finanz- und zwei des Stiftungsausschusses. Die Arbeit bezeichnete Tischler als parteiübergreifend, sachlich, konstruktiv und vertrauensvoll: "Es macht Spaß, mit diesem Stadtrat zusammen arbeiten zu dürfen". Gleiches gelte für die VG mit Trausnitz und das Verwaltungsteam.

Windpark, Paintball

2014 sei ein "erfolgreiches, aber auch ein schwieriges Jahr" gewesen. Die sanierten Vereinsräume stehen zur Verfügung und die Weichen für die Ausweisung eines neuen Baugebiets sind gestellt. Tischler ist zuversichtlich, dass die Stadt "dem Wunsch vieler junger Familien, die sich in Pfreimd niederlassen wollen, im laufe des nächsten Jahres ein entsprechendes Angebot gegenüberstellen kann". Kontrovers diskutiert wurden und werden die Planungen für den Windpark Pamsendorf und eine Paintballanlage am Stadtrand. Der Stadtrat werde sich mit der Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes, der Sanierung des Straßen- und Kanalnetzes sowie der langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung und dem Hochwasserschutz befassen müssen. Eine "neue große Aufgabe" sei die Integration von Asylbewerbern und Kriegsflüchtlingen.

Zweite Bürgermeisterin Dr. Johanna Mertins erinnerte stellvertretend für das Stadtratsgremium daran, dass Tischler gleich zu Beginn mit geballten Problemfeldern wie Windpark und Paintball konfrontiert worden sei. Tischler punkte "mit seiner offenen Art, mit Menschen umzugehen", mit Kompetenz und Besonnenheit. Der neue Stadtrat sei ein teamfähiges Gremium geworden und werde stets gut informiert.

Das Miteinander lässt auch grüßen: Erstmals verschicken die politischen Gruppierungen keine eigenen Weihnachtsgrüße. Alle im Stadtrat vertretenen Parteien und ihre Mandatsträger haben sich zusammengetan und eine gemeinsam unterzeichnete "Pfreimder Karte" gewählt.
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