Was schon Oma schick fand

Porzellan und Küchengerät waren Anziehungspunkte beim Antikmarkt auf dem Schafferhof. Mancher Sammler entdeckte eine Tasse oder eine Schüssel, nach der er schon länger gesucht hatte. Bilder: prh

Wenn auf dem Schafferhof Marktzeit angesagt ist, kommen die Besucher in Scharen. So auch am Sonntag bei Kaiserwetter zum Antik- und Trödelmarkt. Über 20 Aussteller zeigten ein opulentes Angebot an ihren Ständen, vom alten Hausstand bis zum wertvollen Porzellan.

Zu finden waren aber auch viele Raritäten und Kurioses. So bot ein Anbieter aus Erbendorf eine Schachtel mit alten Biermarken an. "Sie stammen aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts und waren für die Bedienungen zur Abrechnung mit dem Wirt bestimmt", klärte er auf. Schafferhof-Wirt Reinhard Fütterer kam daran nicht vorbei und orderte gleich drei Rollen davon.

Die Besucher konnten sozusagen durch verschiedene Epochen deutscher Geschichte schlendern und sich dabei vor allem in Großmutters Zeit zurückversetzen lassen. Dazu passte das Ambiente des Hofes. Auf das legt auch der Organisator, der Künstler Bernhard Dagner aus Krummennaab, besonderen Wert. "Ich organisiere den Markt bereits zum vierten Mal, immer auf dem Schafferhof und immer, wenn gleichzeitig auch Zoigl ist." Dagner ist wichtig, dass nichts Nachgemachtes, sondern nur authentische Sachen auf einem gewissen Niveau verkauft werden. Das gelang. Es gab überwiegend hochwertige Sachen und keinen Kitsch. Und es darf originell sein. So gab es zum Beispiel alte Stoffe und Hüte, Porzellan und Gläser in Hülle und Fülle, uralte Kleidungsstücke oder Hilfreiches für den Haushalt.

Ski und Briefmarken

Ein Stand bot alte Briefmarken und Postkarten an, ein anderer legte das Hauptaugenmerk auf militärische Erinnerungsstücke. Erinnerungen wurden beim Stöbern in antiquarischen Büchern und Bildern wach. Ski-Ausrüstungen, Puppenküchen und Spielzeug von anno dazumal taten ein Übriges.

Zumindest konnte man sich vorstellen, wie Oma und Opa früher ge lebt haben. Wann immer "früher" war. Dagner beschäftigte sich dagegen schon mit der Zukunft. "Nächstes Jahr ist wieder Markt", kündigte er an.
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