Was trägt der Ritter drunter?

Feuerspucker boten den Kindern ein beeindruckendes Spektakel. Bild: hfz

"So könnte es die ganzen Ferien weitergehen!", dachten sich am frühen Samstagabend 25 Kinder in Neukirchen. Hinter ihnen lag ein Nachmittag voller Abenteuer und Spaß, den ihnen die Agenda-21-Gruppe bereitet hatte.

Fünf Stunden lang tauchten die Kinder ein ins Leben im Mittelalter. Die Federführung bei der Aktion zum Auftakt des Ferienprogramms hatte Simone Wolf.

Am Sportplatz war ein kleines Lager aufgebaut. Gleich zur Begrüßung übten sich zwei Recken im Schwertkampf. Mitten in ein Kennenlern-Spiel platzte dann ein Herold mit der Botschaft: "Dem Landesherrn Konrad von Neidstein zu Brant ward sein Wappen gestohlen und in vielen kleinen Stücken im Wald zerstreut."

Bevor sie sich auf die Suche danach machten, schmückten sich die jungen Maiden mit selbst geflochtenen Stirnbändern. Die tapferen Knappen fertigten sich ihren eigenen Hellebarden. Bei allen beliebt war der Kettenschmuck aus Hufnägeln.

Bevor die Diebesbande im Wald die Einzelteile des Wappens herausrückte, galt es, knifflige Aufgaben zu lösen. Schwieriger als Sackhüpfen oder der Bau eines Stegs aus Brettern über sumpfiges Gelände war die Zuordnung der richtigen Bezeichnung von mittelalterlichen Kleidungsstücken. Wer weiß schon, dass die Bruche die Unterhose der Männer war?

Zu einem mittelalterlichen Fest gehören Gesang und Musik. Begeistert übten die Kinder einen Kreistanz ein, während fleißige Helfer die Tafel deckten. Über dem Feuer köchelte die Suppe, die vom Neukirchner Hof gespendet wurde. Kein Tröpfchen blieb davon übrig. Zum krönenden Abschluss kamen die Feuerspucker. Ihr spektakulärer Auftritt begeisterte nicht nur die kleinen Zuschauer. An sie ging die dringende Bitte, diese Kunststücke daheim auf keinen Fall nachzumachen.
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