Waschechter Leipziger: Günther Feist 80 Jahre - Lebensabend bei der Tochter
Von einem Freistaat in den anderen

Fast 80 Jahre lang war Leipzig der Lebensmittelpunkt von Günther Feist (vorne, Mitte). Im Februar 2015 erfolgte zusammen mit Ehefrau Anita (vorne, links) der Umzug zu Tochter Petra Barbyer und Schwiegersohn Carsten (hinten, von links). Zweiter Bürgermeister Karl Lorenz und Silvia Lehner (von rechts) von der Sparkasse gratulierten dem "Neu-Eschenbacher" im Kreise seiner Familie zum runden Geburtstag. Bild: do
Beruflich erfüllten sich Kindheitsträume, familiär fand Günther Feist mit Ehefrau Anita sein Glück. Und viele Jahre bestimmten sportliche Aktivitäten seine Freizeit. Am Montag feierte der waschechte Leipziger bei Tochter Petra Barbyer und Schwiegersohn Carsten seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar wohnt mit seiner Ehefrau erst seit Februar in Eschenbach. Zuvor war die Sachsen-Metropole seine Heimat.

Traumberuf Lokführer

1935 in Leipzig geboren, träumte Günther Feist angesichts mächtiger Dampflokomotiven schon in seiner Kindheit vom Beruf des Lokführers. Deshalb war er glücklich, mit 14 Jahren in der damaligen sowjetischen Besatzungszone eine Lehrstelle bei der Deutschen Reichsbahn in Leipzig zu finden. Die Ausbildung als Maschinenschlosser ist allerdings nur Zwischenstation auf dem Weg zum Traumberuf: Schon in den 1950er Jahren schafft Feist den Sprung in den Führerstand einer Dampflok. Und ob Dampf-, Diesel- oder Elektroantrieb, Güter-, Personen- oder Schnellzug: Er findet sich mit allen Zugmaschinen, Zügen und Strecken zurecht. Bis zur Rente arbeitete er bei der Deutschen Reichsbahn, der Staatsbahn der ehemaligen DDR.

Der 7. Juni 1958 war für ihn ein besonderer Glückstag: Mit 23 Jahren heiratete Günther Feist seinen Schatz Anita. Die Töchter Petra und Marlies kamen zur Welt. Im Laufe der Jahre freute sich das Paar über die Geburt der Enkel Kathleen, Marco und Kristina sowie von fünf Urenkeln.

In seiner Freizeit war Günther Feist sportlich unterwegs. Unvergessen bleiben ihm die Jahre als aktiver Fußballer bei Lokomotive Leipzig. Auch auf der Kegelbahn zeigte er seine Qualitäten. "Das ist aber schon lange her", relativiert der rüstige Achtziger. "Diese schönen Erlebnisse sind Geschichte, heute genügt die vorsichtige Gartenarbeit", erklärt der Jubilar bei der Geburtstagsfeier im Hause von Tochter Petra Barbyer am Kalvarienberg. Dort haben er und seine Frau ein neues Zuhause gefunden.

Viele Fernreisen

Das Eingewöhnen falle ihnen nicht schwer, versichert der Jubilar. Nach der Wende und der damit verbundenen Reisefreiheit nutzten Günther und Anita Feist die Gelegenheit, um die Welt kennenzulernen: Es geht bis nach Australien, Mauritius und Kuba.

Nun soll ein schöner Lebensabend in Eschenbach folgen. Vom Freistaat Sachsen in den Freistaat Bayern - da gibt es ganz bestimmt viele Parallelen. Zum Beispiel bei den netten Menschen, die zum Gratulieren kamen. Für die Stadt war es zweiter Bürgermeister Karl Lorenz, die Sparkasse vertrat Silvia Lehner.
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