Wasser aus 300 Metern Tiefe

Jonas Seidl (links), Kondrauer-Betriebsleiter und Sprecher der Gesellschafter, führte die Wirtschaftsjunioren durch den Betrieb und erläuterte den Weg des Wassers von der Quelle bis zum Kunden. Bild: jr

75 Millionen Getränkeflaschen liefert das Unternehmen Kondrauer Mineral- und Heilbrunnen jährlich aus - diese Zahl und viele weitere Fakten erfuhr jetzt eine Delegation der Wirtschaftsjunioren bei einer Betriebsbesichtigung.

"Sie sind die ersten Besucher, die unseren Betrieb nach Sonnenuntergang besichtigen", sagte Jonas Seidl, Betriebsleiter und Sprecher der Gesellschafter. Seidl stellte den Gästen das Unternehmen zunächst näher vor, welches seine Familie nun schon in fünfter Generation führt. Am Standort in Kondrau sind aktuell 70 Mitarbeiter beschäftigt, darunter vier Auszubildende. Bei der Tochterfirma in Naila sind weitere 50 Mitarbeiter tätig. Den Jahresumsatz an beiden Standorten bezifferte Seidl auf rund 11 Millionen Euro. Ausgeliefert werden die Getränke mit eigenen Lastwagen in ganz Bayern sowie in Sachsen und Thüringen.

Erste Station nach der Einführung der Gäste war die 1992 geschaffene Dippold-Quelle. Dort beschrieb Jonas Seidl den Weg des Wassers von der Quelle bis hin zum Kunden. Insgesamt könne das Unternehmen auf fünf Quellen zurückgreifen, wobei die Ursprünge bis ins Jahr 1281 zurückgehen. "Unser Mineral- und Heilwasser fiel einst als Regenwasser", erklärte Seidl und fragte: "Wann glauben Sie, ist das Regenwasser gefallen?" Die Antwort lieferte er umgehend selbst: "Vor rund 700 Jahren." Das Wasser werde aus bis zu 300 Meter tiefen Quellen nach oben geholt. "Wir haben saubere Quellen und keinerlei Verschmutzung, was natürlich für die herausragende Qualität spricht", betonte Seidl.

Im Eigentum der Stadt

Weiter erfuhren die Wirtschaftsjunioren, dass die Flächen mit dem Quellwasser nicht der Firma gehören, sondern der Stadt Waldsassen. "Wir dürfen das Wasser nur gewerblich nutzen", sagte Seidl und führte die Gäste durch die Abfüllhalle. Die Abfüllung erfolge unter modernsten Gesichtspunkten und unter Beachtung höchster Hygienestandards.

Für die Wirtschaftsjunioren Nordoberpfalz war der Besuch in Kondrau der erste dieser Art mit neuem Namen. Rund 60 Mitglieder zählt die Vereinigung, die sich aus jungen Unternehmern und Führungskräften aus den Landkreisen Neustadt/WN und Tirschenreuth sowie der Stadt Weiden zusammensetzt. In den kommenden Wochen und Monaten stehen Bewerbertrainingskurse, die 50-Jahrfeier und zahlreiche gesellschaftliche Veranstaltungen auf dem Programm.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.wj-nordoberpfalz.de
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