Wasser für den Honig

"Frühjahrsarbeiten im Bienenstand" lautete das Thema des Imkervorsitzenden Hans Krapf bei der ersten Zusammenkunft der Eschenbacher Imker im neuen Jahr. Bild: gpa

Wenn die Salweide zu blühen beginnt, das Thermometer auf mehr als zehn Grad steigt, ist für den Imker der Winter vorbei. Es beginnt die Zeit, sich um die Bienenvölker zu kümmern. Was dann zu tun und zu beachten ist, erklärte Hans Krapf.

Passenderweise hatte sich Vorsitzender Hans Krapf für dieses Thema die Frühjahrsversammlung der Imker im Kleintierzüchterheim ausgesucht. Wenn am Bienenstand das Leben erwacht, seien für den Imker einige Aufgaben zu erledigen. Enorm wichtig seien die Sauerstoffzufuhr im Stock und Säuberung der Fluglöcher von Schmutz. Auch die Futtervorräte seien zu kontrollieren und bei Bedarf eine Notfütterung vorzunehmen. Sonst bestehe Gefahr, dass Bienen verhungern.

Rund 200 Liter pro Jahr

Weiter seien die Weiselrichtigkeit und das Vorhandensein einer Königin im Stock zu überprüfen. Ganz besonders wies Hans Krapf auf eine "Bienentränke" hin. Ein Volk benötige pro Jahr etwa 200 Liter Wasser, jährlich werden für Jungbienen und Maden 30 bis 35 Kilo Pollen benötigt und verflüssigt. Gerade im zeitigen Frühjahr sei Wasser zur Larvenfütterung nötig, um den eingedickten Vorratshonig zu verdünnen.

Der letzte Eingriff der Nachschau kann laut dem Redner dazu benutzt werden, einen eventuell einseitigen "Bienensitz" wieder in die Mitte zu platzieren. Dazu werden einfach ein bis zwei Waben von der überwiegend bienenfreien auf die gegenüberliegende Seite gewechselt. So haben die Bienen wieder freien Zugang zum Futter, was vor allem bei einem Kälterückschlag vorteilhaft sein kann.

In der Diskussion war erneut die Varroa-Milbe ein Thema. Bei zwei Imkern hat der Parasit sämtliche Bestände vernichtet, einer besitzt noch drei seiner 18 Völker. Wie der Vorsitzende sagte, gebe der Imkerverein den Mitgliedern wieder Zuschüsse zum Kauf von Ablegern. Man wisse nur noch nicht, wo es welche gebe.

Mehrheitlich lehnten die Mitglieder eine Beteiligung am Bauernmarkt in Eschenbach ab. Statt eines Verkaufsstandes wäre aber ein kleiner Info-Stand denkbar. Nicht nachdenken musste sie über die Blumenwiese am Lehrbienenstand, die auch in diesem Jahr angelegt wird. Ein Fragezeichen steht hinter der Ambrosius-Feier, die jedes Jahr im Dezember mit einem Gottesdienst und einem Essen stattfindet. Wie Hans Krapf dazu feststellte, nehme trotz des kostenlosen Essens die Teilnehmerzahl kontinuierlich ab. "Wenn dann noch ohne Angabe von Gründen ein Drittel der angemeldeten Personen fehlt, alle bestellten Portionen aber bezahlt werden müssen, sind wir zu einem Überdenken gezwungen."
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