Wasser marsch von allen Seiten

Ausgerüstet mit schwerem Atemschutz drangen die Wehrmänner ins brennende Gebäude vor und "retteten" drei Erwachsene und ein Kind. Bild: kdi

Routiniert und koordiniert meistern sieben Feuerwehren eine Großübung in Wernersreuth. Sie müssen nicht nur die aus einer Scheune schlagenden Flammen löschen. In einem Gebäude sind Menschen eingeschlossen.

(kdi) Mit einer groß angelegten Feuerwehrübung schlossen am Freitag Feuerwehren aus dem östlichen Landkreis die Brandschutzwoche ab. Nachdem die Einsatzzentrale in Weiden kurz nach 18 Uhr per Funk den Alarm ausgelöst hatte, trafen bereits um 18.12 Uhr die ersten Einsatzfahrzeuge an der fiktiven Brandstelle in Wernersreuth ein.

Schnell in Position

Das Szenario: Aus einer Scheune und angrenzenden Nebengebäuden lodern Flammen. Nacheinander fuhren die Wehren aus Rosall, Ottengrün, Hardeck, Wernersreuth, Pfaffenreuth, Neualbenreuth und Waldsassen vor und brachten sich mit ihren Gerätschaften in Stellung: Angefangen vom Traktor mit angehängter Tragkraftspritze, über mehrere Tanklöschfahrzeuge mit 4000 Liter Wasser für den Erstangriff, bis hin zur großen Drehleiter.

Die Übung stand unter der Leitung von Klaus Frank, Kommandant der Feuerwehr Wernersreuth, in Zusammenarbeit mit Kreisbrandmeister Wolfgang Fischer. Mit dabei auch Kreisbrandinspektor Lorenz Müller.

Um die Wasserversorgung für den Einsatz zu sichern, galt es zunächst aus einem 550 Meter entfernten Teich (Richtung Rosall) eine Schlauchstrecke mit zwei Leitungen zu legen. 1600 Liter Löschwasser pro Minute ergänzten so die örtliche Versorgung aus Hydranten.

Wohnhaus retten

In nicht einmal 20 Minuten nach der Alarmierung waren die Wehren einsatzbereit und es hieß: "Wasser marsch". Vorrangig war, das neben der "brennenden Scheune" liegende Wohnhaus zu sichern. Dazu wurde über die Drehleiter ein Wasserschleier über das Dach gelegt.

Weit schwieriger gestaltete sich die Aufgabe, drei Erwachsene und ein Kind aus dem "in Flammen stehenden Gebäude" zu bergen. Ausgerüstet mit schwerem Atemschutz und unter Zuhilfenahme der Wärmebildkamera konnte der Rettungstrupp unter Leitung des zweiten Kommandanten Manuel Brucker auch diesen Innenangriff in kürzester Zeit bewältigen.

77 Kräfte im Einsatz

Bei der Großübung bewiesen sieben Feuerwehren mit 77 Einsatzkräften ihre Schlagkraft und Routine bei den verschiedenen Lösch- und Bergungsaufgaben. Kleinere Pannen waren schnell gemeistert und für die Nachbesprechung notiert. Schließlich sollte die Übung ja auch dazu dienen, Fehler künftig zu vermeiden. Denn nur das sichert eine rasche Brandbekämpfung.
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