Wasserverbrauchsgebühren steigen nur um 9 Cent von 1,31 auf 1,40 Euro
"So profitiert auch mal der Bürger"

Nur noch reine Formsache für die Ratsmitglieder war am Mittwochabend aufgrund der von der Verwaltung vorgelegten deutlichen Schilderung die Zustimmung für die Neufassung der Wasserabgabesatzung der Stadt. Ob in benannten Ortsteilen wie Rauhenstein die Satzung nicht gilt, und es hier noch eine Einrichtung gibt, die Wasser verbraucht, wollte Herbert Appl in Erfahrung bringen. Stadtkämmerer Michael Bierl konnte den Grund für die Auflistung schnell klären: "Weil Rauhenstein noch immer existiert im amtlichen Ortsverzeichnis." Die neue Satzung tritt mit 1. November in Kraft, gleichzeitig tritt die seit Mai 1996 gültige Satzung außer Kraft.

Keine Veränderung

Unverändert bleiben im Zuge der Neukalkulation der Wasserverbrauchsgebühren, die einstimmig angenommen wurde, die Herstellungsbeiträge pro Quadratmeter für Grundstücksfläche und Geschossfläche. Dass sich die Preissteigerung bei den laufenden Gebühren um 9 Cent pro Kubikmeter im Rahmen halten konnte, sei mit der guten Arbeit der städtischen Mitarbeiter im Wasserwerk zu verdanken, vermerkte Bürgermeister Joachim Neuß.

SPD-Fraktionssprecher Dr. Edmund Goß sprach ebenfalls von einer moderaten Erhöhung im Zeitraum von 10 Jahren, handle es sich doch um eine kostendeckende Einrichtung. "Wir liegen im Vergleich zu den Nachbarkommunen gut bis sehr gut." Man müsse sehen, dass die geringe Erhöhung nicht nur auf den guten Zustand des Leitungsnetzes wegen der geringen Verluste zurück zu führen ist, sondern auch wegen der angewandten aktuellen Kalkulation und dies nun an die Bürger weiter gegeben wird. Es könnte aber eintreten, dass man im kommenden Jahr das ganze vielleicht anders anpacken müsse. "Wir sind sehr zufrieden über diese maßvolle Erhöhung", unterstrich Dr. Goß.

Überraschend war der moderate Anstieg von nur 9 Cent auch für Herbert Appl. Wichtig sei ihm vor allem auch, dass ein Großteil dieser geringen Erhöhung auf die dankenswerte Nichtanpassung an die Kalkulation resultiere. So profitiere auch einmal der Bürger. Ohne jede Erhöhung, auch zur Freude des Bürgermeisters, konnte die Neukalkulation der Beiträge und Gebühren zur Abwasserbeseitigung durchgewunken werden.

In eine gute Zukunft

Ortssprecher Martin Schleicher aus Hagenohe sah allen Grund, in eine gute Zukunft zu schauen vor dem Hintergrund: "Wir haben unsere Hausaufgaben in Ohrenbach gemacht." Mit solchen Gebühren könne man auch als guter Standortfaktor punkten. Durch den Anschluss der Ortsteile stehe die Stadt vor keinerlei Investitionsstau, mit Ohrenbach sei man am Ende angelangt, resümierte Bürgermeister Neuß.

Ohne Einwendungen erfolgte die einmütige Zustimmung auch für die Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung, die aufgrund einer europaweit einheitlichen Neudefinition der Leistungsbereiche von Wasserzählern notwendig wurde. Demnach bezieht sich der Durchflussmaßstab nicht mehr auf den Nenndurchfluss, sondern auf den Dauerdurchfluss. Die Änderungssatzung tritt am 1. November 2014 in Kraft.
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