Wattestäbchen statt Kanüle

Auch wer Angst vor Spritzen hat, kann sich typisieren lassen. Das geht nämlich inzwischen auch mit einem Wattestäbchen. Repro: ü
Die Leistungen von "Hilfe für Anja" können sich mehr als sehen lassen und haben dadurch auch den Markt Kirchenthumbach im Bundesgebiet bekannt gemacht. Dennoch, der Auftrag lautet nach wie vor, Leukämieerkrankten bei der Suche nach einem Knochenmarkspender zu unterstützen. Bisher hat der Verein 35 000 Typisierungen organisiert und damit Spender für die weltweite Datenbank gewinnen können. Die erste Typisierungsaktion war am 7. Mai 2000 in Nürnberg vor dem Frankenstadion.

Der Verein arbeitet seit zehn Jahren mit dem Universitätsklinikum Würzburg zusammen und seit April diesen Jahres mit der Knochenmarkspendezentrale Düsseldorf. Gewandelt hat sich inzwischen Art und Methode der Typisierung. Mussten früher Blutproben genommen werden, heute reicht ein Wattestäbchen, mit dem von der Innenseite der Wangen Zellenhaut abgestrichen wird, ähnlich wie bei DNA-Proben.

Die Blutentnahme hat aber nach wie vor Priorität, da die Labore - wie zum Beispiel das in Würzburg - auf die Blutanalyse fixiert sind. Düsseldorf kann zudem Wangenproben auswerten. Das Auswerten einer Typisierung kostet 50 Euro, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Diese Kosten übernimmt "Hilfe für Anja". (ü)
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