Webstuhl verheizt

In einem Rückblick ging Manfred Klöble auf den Heimatpflegeverein Erbendorf ein, der bereits 1918 in der ehemaligen Fronfeste am Kaiserberg ein Heimatmuseum eingerichtet hatte. "Es war mit alten Schränken, Truhen, Zunftladen und mit dem letzten Erbendorfer Webstuhl sowie einer wertvollen Gesteinssammlung bestückt." Im Zweiten Weltkrieg seien Kriegsgefangene und im Anschluss Heimatvertriebene dort untergebracht worden. "Dabei wurde der Webstuhl verheizt, die Gesteinssammlung als Wegbefestigung im Hof der Fronfeste verbaut", bedauerte der Vorsitzende des Heimatpflegevereins.

Erst 1985 beantragte der Verein bei der Stadt ein Heimatmuseum im ehemaligen Schulschwesternhaus in der Kirchgasse. Der Stadtrat stellte drei Räume im Erdgeschoss zur Verfügung. 1988 folgten zwei weitere Räume. "Das war der Neuanfang, aber ein richtiges Museum wurde es erst 1995", wusste Klöble. 1993 bildete sich der Arbeitskreis Museum, der der Öffentlichkeit zur Kirchweih 1995 die Museumssammlung erstmals vorstellte. Unter Bürgermeister Donko konnte 2000 das Heimatmuseum umgebaut sowie erweitert und im Jahr 2002 wiedereröffnet werden. "Seit dieser Zeit können wir alle Räume des Hauses nutzen." (njn)
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