Wechselhafte Berg-Historie

Die Ehrengäste bedankten sich bei Hans Bäte (Bildmitte) für die informative Kirchenführung. Bild: jzk

Die Dreifaltigkeitskirche auf dem Armesberg ist bekannt. Die Teilnehmer der Eröffnung des Geo-Erlebniswegs kennen nun auch die Kemnather Vergangenheit des Kulmainer Bergs.

"Der 731 Meter hohe Armesberg ist ein Highlight des Geo-Erlebnisweges", betonte Bürgermeister Günther Kopp bei der Eröffnung im Mesnerhaus (wir berichteten). Deshalb hatten er und Hans Rösch, HAK-Vorsitzender, Hans Bäte aus Kulmain gebeten, die Ehrengäste durch die Dreifaltigkeitskirche zu führen. "Der ursprüngliche Plan sah einen dreipassförmigen Grundriss wie bei der Kappl in Waldsassen vor", erklärte Bäte, "darüber sollten drei Kapellen mit Kuppeldächern errichtet werden." Aber die Handwerker waren damals den technischen Schwierigkeiten nicht gewachsen. Deshalb musste sich der Kulmainer Pfarrer Arckhauer mit einem Rundbau samt Kuppeldach begnügen. 1677 war Grundsteinlegung, ein Jahr später wurde die Kirche geweiht.

Berg mitgenommen

Als der Geistliche 1690 Stadtpfarrer in Kemnath wurde, nahm er "seinen Berg" mit. "Die Bergkirche sollte unter seiner Leitung zur Wallfahrtskirche werden", wusste Bäte. Als sie 1819 nach einem Blitzschlag abbrannte, ließ der Geistliche am Osthang eine Holzkapelle, die Michaelskirche, errichten. So konnte die Wallfahrt weitergehen. Nach Arckhauers Tod 1711 ging der Berg" an die Pfarrei Kulmain zurück. Es entstand eine neue Kirche die am Dreifaltigkeitssonntag 1836 geweiht wurde.

Günstig eingekauft

"Die Ausstattung stammt aus verschiedenen aufgelassenen Kirchen", berichtete Bäte. Nach der Säkularisation konnten Engel und Heiligen-Statuen billig erworben werden. Der kleine Barockaltar aus St. Michael wurde zum Seitenaltar. Kirchenmaler Wild aus Kemnath schuf das Marienbild (Maria, Königin des Himmels) am Hochaltar. Aus der Schlosskapelle Kaibitz stammt der Altarstein.

Abschließend lenkte Bäte den Blick auf die St. Josefs-Statue, die Statue "Christus in der Rast", das große Kreuz an der Nordwand, die Kanzel und den Sankt-Michaels-Altar. "1975 erfolgte eine Gesamtrenovierung", schloss Bäte.
Weitere Beiträge zu den Themen: Armesberg (23)Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.