"Weder ein gutes noch ein böses Fracking"

Mit Sorge beobachtet der SPD-Ortsverein die finanzielle Entwicklung der Marktgemeinde Königstein. Zu mehr als drei Millionen Euro Schulden im eigenen Haushalt komme der gleiche Betrag an Verbindlichkeiten bei den Marktwerken.

Den zweiten Schwerpunkt einer Mitgliederversammlung nahm das Thema Fracking ein. Dazu fasste sie einen Beschluss, den sie an den Kreisvorstand der SPD, den Parteivorstand in Berlin und an den Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, adressierte. Die Königsteiner SPD fordert darin, Fracking in Deutschland bis zum Jahr 2021 zu verbieten. Falls dann neue Erkenntnisse vorliegen, könnte nochmals diskutiert werden.

"Aus unserer Sicht gibt es weder ein gutes noch ein böses (unkonventionelles) Fracking. Das heißt, keiner der heutigen Wissenschaftler kann vorhersagen, zu welchen eventuellen Beeinträchtigungen Fracking für das Grundwasser führen kann", heißt es in der Begründung.

Aufmerksam registrierte die Königsteiner SPD eine Ankündigung Gabriels, für Fracking-Vorhaben die Vorschriften zu verschärfen. So wolle er die Beweislast für mögliche Bergschäden den Unternehmen auferlegen. Aufgrund der bis jetzt bekannten Details wäre dieser Punkt bei der Unterzeichnung des TTIP-Abkommens mit Sicherheit nicht zu halten.

"Dieser Beschluss dürfte momentan für eine politische Organisation in der Oberpfalz vom Tenor her ein Alleinstellungsmerkmal sein", glaubte der Vorsitzende Bernd Deichmann.
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