Weg frei für die Schleife drei

Bei der Eröffnung der dritten Schleife des Simultankirchen-Radwegs (von links): Pfarrer Konrad Schornbaum, Bürgermeister Hans Jürgen Strehl, stellvertretender Landrat Franz Birkl, 2. Bürgermeister Wolfgang Rattai, Koordinator Rudolf Gruber sowie die Bürgermeister Hans Durst und Hans Koch beim Durchschneiden des Bandes. Bild: wku

Auch der katholische Pfarrer und seine evangelische Amtskollegin schwangen sich in den Sattel. Gleich darauf strampelte eine Gruppe zur Corpus-Christi-Kirche nach Eschenfelden. Anlass war die offizielle Eröffnung der dritten Schleife des Simultankirchen-Radwegs.

In der St.-Georgs-Kirche ging dieser Akt über die Bühne. Pfarrer Konrad Schornbaum und dessen Kollegin Ulla Knauer gestalteten die Andacht. Der Radfahrer, so Knauer, brauche seine Ausrüstung, ohne sie gehe nichts. Beim Radweg könne man überall Station machen und sich in den Kirchen Zeit nehmen zum Innehalten. Die Pfarrerin Knauer und Elfriede Winter von der katholischen Kirchengemeinde Edelsfeld lasen anschließend die Fürbitten.

In Region verankern

Stellvertretender Landrat Franz Birkl, assistiert von den Bürgermeistern Hans Koch (Königstein), Hans Jürgen Strehl (Edelsfeld), Hans Durst (Hirschbach) und 2. Bürgermeister Wolfgang Rattai (Neukirchen), durchschnitten symbolisch das rote Band. Man habe sich dazu entschlossen, alle zehn Schleifen gesondert einzuweihen, erklärte Schornbaum, denn "wir müssen die Nachhaltigkeit in unserer Region verankern". Damit bezog er sich auch auf den Fremdenverkehr, denn nicht nur die Geschichte der einzelnen Kirchen sei bei einem Halt wertvolles Gut, sondern danach auch die Erbauung in Landgasthöfen gleich daneben.

Birkl lobte die Idee des Simultanradwegs. Seine Wünsche galten vor allem den Radfahrern: Mögen sie die Strecken ohne Pannen oder Unfälle zurücklegen. Koch dankte vor allem Rudolf Gruber, der maßgeblich an der Königsteiner Schleife mitgearbeitet hat. Die Schleife drei sei eine tolle Idee gewesen: "Kirche und Tourismus, das passt in dieser Route hervorragend zusammen", so der Bürgermeister. Nicht alle Simultankirchen seien jedoch Geschichte. In Kürmreuth, Eschenfelden und Niederärndt würden sie heute noch von beiden Konfessionen genutzt.

Faltblätter in Kirchen

Wegen des Radweges haben die betroffenen Kirchen neue Schilder bekommen, so auch die St.-Georgs-Kirche am hinteren Ausgang. Auch liegen Faltblätter in den Kirchen aus. Sie beschreiben die zehn Routen dieses Radweges und führen alle 31 Simultankirchen auf. Daneben liegt jeweils ein Werbefaltblatt über die Geschichte der betroffenen Kirche (www.simultankirchenradweg.de).

Nach der Feier gab es einen Imbiss am Kirchvorplatz. Ein Dutzend Radler machte sich dann auf zur Corpus-Christi-Kirche nach Eschenfelden. Pfarrer Schornbaum und Pfarrerin Knauer fuhren mit. Nächste Station war dann die Schlosskirche St. Katharina in Holnstein. St. Stephanus in Edelsfeld schloss sich an. Das Ziel war Niederärndt, wo gerade Kirchweih gefeiert wurde.
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