Wegen Wohnhaus keine Zersiedelung

Bauwilligen das Bauen zu ermöglichen, ist nicht immer leicht, wenn es außerhalb eines Baugebiets erfolgen soll. In Zinst bewohnen zwei Familien mit vier Kindern ein Haus. Die zehnköpfige Gemeinschaft möchte raus aus ihren sehr beengten Wohnverhältnissen und auf dem angrenzenden Grundstück des Hauseigentümers ein zusätzliches Wohnhaus errichten. Das Bauvorhaben lag dem Gemeinderat im November 2014 vor.

Um das Vorhaben zu ermöglichen, beschloss das Gremium damals, eine Ortsabrundungssatzung zu erlassen. Damit allerdings scheiterte die Gemeinde beim Landratsamt. Eine Einbeziehungssatzung wurde auf den Weg gebracht. Die dazu eingegangenen Stellungnahmen behandelten die Räte am Dienstag.

Kein Problem stellt die Forderung der Unteren Naturschutzbehörde dar, eine Ausgleichsfläche bereitzustellen. Das Kreisbauamt allerdings verweist auf ausreichende Bauflächen im Baugebiet Zinst-Ost. Diese jedoch befinden sich in privater Hand und werden nicht veräußert. Gleiches gilt für Innenbereichsflächen. Im Flächennutzungsplan ist der vorgesehene Bauplatz als Dorfgebiet (MD-Fläche) ausgewiesen.

Laut Günter Kopp führt das Bauvorhaben zu keiner Zersiedelung. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, das Aufstellungsverfahren für die Einbeziehungssatzung weiterzuführen. Ein Konsens mit dem Bauamt soll erreicht werden. (bkr)
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