Wehr kann auf Mauerer bauen

Bis zur nächsten Jahreshauptversammlung am 6. Januar 2016 ist Joseph Mauerer (rechts) Vorsitzender der Feuerwehr Schönreuth-Neusteinreuth. Ihn vertritt Helmut Zehfuß (links). Bild: jzk

Souverän gelöst hat die Feuerwehr Schönreuth-Neusteinreuth ihr Führungsproblem. Nachdem Ottmar Bothner am 6. August zurückgetreten war, blieb der Chefposten unbesetzt. Zweiter Vorsitzender Joseph Mauerer sprang ein.

In der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Bauer stand nun die Ersatzwahl des Vorsitzenden an. Im Laufe der Diskussion erklärte sich Helmut Zehfuß bereit, bis zu den Neuwahlen im nächsten Jahr das Amt des Stellvertreters zu übernehmen, wenn Joseph Mauerer als Vorsitzender fungiert. Bei der anschließenden schriftlichen Wahl erhielten beide einen überwältigenden Vertrauensbeweis. Wahlleiter und Bürgermeister Werner Nickl, selbst Mitglied der Wehr, hatte sich zuvor um eine Lösung des Problems bemüht.

Nach dem Totengedenken erklärte Mauerer, dass die Wehr zur Zeit 76 Mitglieder zähle. Er berichtete von drei Vorstandssitzungen. "Die Festbesuche in Waldeck (Frühlingsfest), Kastl (Fahrzeugsegnung), Punreuth (Fahrzeugsegnung) und Atzmannsberg waren gut besucht", lobte er. Auch am Patrozinium St. Sebastian und am Volkstrauertag nahm eine Abordnung der Brandschützer teil.

Drei Jubilare

Ausführlich informierte Mauerer über das neue Bundeskinderschutzgesetz, nachdem Kinder- und Jugendbetreuer ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen müssen, das alle fünf Jahre zu erneuern sei. "Unser Jugendwart hat diese Bedingung bereits erfüllt." Ottmar Bothner, Volkmar Legath und Joseph Mauerer erhielten im Oktober von Landrat Wolfgang Lippert das goldene Ehrenzeichen für 40-jährige Dienstzeit. Alle drei Jubilare sind seit ihrer Jugend bei der Schönreuther Wehr. Zum Kassenbericht von Volkmar Legath hatte Revisor Markus Stich keine Anmerkungen.

Ausrücken oder melden

"Eure Feuerwehr ist eine kleine, aber gut funktionierende Wehr, auf die wir immer zählen können", sagte Bürgermeister Werner Nickl, als er auf die Jahresberichte einging. Kreisbrandmeister Alois Schindler appellierte an alle Aktiven, bei einer Alarmierung auszurücken oder eine Meldung abzusetzen, dass sich nicht genügend Kräfte einfinden können. "Die SMS-Alarmierung soll für alle Feuerwehren flächendeckend eingeführt werden", forderte er. Heuer müssten die Kommunen die digitalen Funkgeräte anschaffen. Der Einbau in die Fahrzeuge und die Schulung der Kommandanten, Gruppenführer und Mannschaften erfolgen im Laufe des Jahres.

Markus Heining regte an, 2015 wieder ein Leistungsabzeichen abzulegen. Für die Aufwandsentschädigung bei Festbesuchen wurde eine Neuregelung beschlossen. Am ersten Adventssonntag wird es eine Adventsfeier geben. 2016 soll das 125-jährige Bestehen gefeiert werden.
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