Wehr kommt im Leihwagen

Leistungsabzeichen wurden übergeben (von links): Patrick Schaaf, Daniel Ritz, Fabian Rauschert, Vorsitzende Christine Krause, Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Benedikt Schaaf, 2. Vorsitzender Manuel Plößner, Manuel Hörl und Alexander Burger.

Der Dank für die Leistungen im zu Ende gehenden Jahr sowie die Ehrung treuer Mitglieder und die Verleihung von Leistungsabzeichen standen im Mittelpunkt des Kameradschaftsabends der Feuerwehr Sorghof.

Kommandant Emanuel Gonzales berichtete, dass die Sorghofer Wehr derzeit übergangsweise mit einem Leih-Löschfahrzeug ausgestattet sei. Grund hierfür seien Lieferprobleme beim bereits bestellten neuen Wagens.

Das über 30 Jahre alte Löschfahrzeug sei Ende Oktober außer Betrieb gesetzt worden. Nun freue man sich auf das Eintreffen des neuen mittleren Gefährts, das Ende Februar 2016 eingeplant sei. Insgesamt sei die Wehr sehr gut ausgestattet. Bürgermeister Hans-Martin Schertl merkte mit einem Augenzwinkern an: "Vieles ist neu geworden bei der Sorghofer Wehr." Zum einen meinte er damit die Fahrzeugausstattung, zum anderen auch die Führung der Wehr in der Person des neuen Kommandanten Emanuel Gonzales. "Wir lassen uns die gute Ausstattung unserer sieben Ortswehren einiges kosten", sagte Bürgermeister Schertl im Hinblick auf das Fahrzeugkonzept für alle Wehren.

Der erste Wagen, ein Opel Movana, sei bereits übergeben worden. Das Löschfahrzeug stehe in der Produktion. Die Gesamtkosten beider Gefährte beliefen sich auf knapp 250 000 Euro, rechnete Schertl vor. In Kürze erhalte die Wehr auch noch eine Wärmebildkamera. Den Sorghofern bescheinigte Schertl, "jung, kompetent und bestens ausgebildet" zu sein. Dies sei auch der guten Jugendarbeit zu verdanken.

Schertl übergab den Scheck der Stadt an Vorsitzende Christine Krause. Die wiederum dankte der Kommune für die Bereitstellung der Finanzmittel. Im Vereinsleben werde großer Wert auf das gute Miteinander von Jung und Alt, aber auch auf den Zusammenhalt im Dorf gelegt.

Kreisbrandinspektor Karl Luber ging auf das Zugunglück in Freihung ein, bei dem die Sorghofer Wehr die Verletzten betreut hatte. Und dies habe sie ohne besondere Vorübung mit Bravour gemeistert, unterstrich er: "Eine Mannschaft, auf die man sich verlassen kann." Luber ging auf die Grundsätze der Alarmierungsplanung ein. Priorität habe hier die möglichst schnelle Bereitstellung der benötigten Einsatzmittel. Dies geschehe unabhängig von bestehenden Verwaltungsgrenzen. Deshalb könne es vorkommen, dass beispielsweise eine Ortsfeuerwehr im Unglücksfall nicht in die Erstalarmierung einbezogen werde und stattdessen eine Wehr aus der Nachbarkommune ausrücke. Dies sei von staatlicher Seite aus so gewollt, bekräftigte Luber.

Als Höhepunkt des Abends wurden langjährige Mitglieder geehrt und Leistungsabzeichen verliehen. 30 Jahre Mitgliedschaft: Dietmar Neubauer, 50 Jahre: Helmut Wolf, 60 Jahre: Johann Kraus. Robert Luding (75 Jahre) und Wolfgang Specht (65 Jahre) konnten wie einige andere Mitglieder die Ehrung nicht persönlich in Empfang nehmen. Die Leistungsabzeichen: Bronze: Benedikt Schaaf, Alexander Burger, Manuel Hörl, Terry Jefferson und Daniel Ritz; Gold-Blau: Manuel Plößner und Fabian Rauschert; Gold-Rot: Patrick Schaaf; Gold-Grün: Julian Götz.
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