Wehr kooperativ, Esel störrisch

Über ihre "gute Arbeit in allen Bereichen" freute sich die Feuerwehr Dietldorf bei ihrer Jahreshauptversammlung mit (von links) Kommandant Andreas Beer, Jugendwart Christoph Leikam, Vorsitzendem Werner Brettner, Kassenwart Helmut Braun, Vorstandsmitglied Peter Beer und 2. Kommandant Peter Kellner. Bild: hfz

Die Feuerwehr Dietldorf liegt an der Nahtstelle der beiden Landkreise Amberg-Sulzbach und Regensburg. Auch deshalb pflegt sie die Zusammenarbeit mit ihren Nachbarverbänden und will nun bei der Jugendarbeit stärker kooperieren.

Mit den Feuerwehren aus Emhof, Lanzenried, Pilsheim, Schmidmühlen, Vilshofen und Winbuch sind die Dietldorfer eng über die monatlichen Funkkreisübungen verbunden, teilten Vorsitzender Werner Brettner und Kommandant Andreas Beer bei der Jahreshauptversammlung mit. Teilgenommen haben sie heuer auch mit einer größeren Abordnung an der Fahnenweihe ihres Patenvereins in Rohrbach, der zur Gemeinde Kallmünz und damit zum Kreis Regensburg zählt.

Sowohl in der Dorfgemeinschaft als auch mit einem Hilfeleistungseinsatz hat die Feuerwehr nach Auskunft ihrer Spitzen ferner beim 2. Dietldorfer Crossduathlon ihren Mann gestanden. Gut 100 Leute seien für die umfangreichen Absperr- und Unterstützungsmaßnahmen im Einsatz gewesen.

In den vergangenen Jahren haben die Dietldorfer mehr als 20 000 Euro aus Eigenmitteln in ihre Feuerwehr gesteckt; Brettner und Beer dankten bei dieser Gelegenheit aber auch dem Sachaufwandsträger, der Stadt Burglengenfeld, für die "stete Unterstützung". Bei einem Gewinnspiel eines Radiosenders in Regensburg hat die FFW nach ihrer Mitteilung außerdem 1000 Euro für die Jugend- und Vereinsarbeit gewonnen. Abordnungen aus Dietldorf waren beim Burschenfest in Pottenstetten, beim Florianstag in Pirkensee und bei der Fahrzeugsegnung in Pilsheim vertreten, hieß es im Bericht weiter. "Beim Eselrennen in Schmidmühlen gehörten wir heuer nicht zu den Siegerteams", blickte Andreas Beer schmunzelnd auf diesen "Einsatz" der Feuerwehr zurück und war überzeugt: "Das hat aber ausschließlich an den störrischen Tieren gelegen."

Insgesamt 18 Mal war die FFW unterwegs. In ihrem Einsatzbuch stehen neben technischen Hilfeleistungen und Verkehrsregelungen auch Personensuche und -rettung. Elf Mal waren die Männer auch bei Funkübungen dabei. Wobei der Kommandant informierte, dass beide Einsatzfahrzeuge im Juli auf Digitalfunk umgestellt wurden. Dazu gab es nach seiner Schilderung Sprechfunklehrgänge und Gruppenführerausbildungen. Vier Kameraden hätten außerdem den Feuerwehrführerschein erworben. Stolz erwähnte Beer die 18 Atemschutzträger der Wehr. Zur Ergänzung der Ausrüstung erhielt er von Werner Brettner außerdem eine Bügelsäge und einen Astschneider.

Im Bereich der Jugendarbeit werden die Dietldorfer in den nächsten Jahren "feuerwehrübergreifend" tätig sein. Wie bei der Jahreshauptversammlung bekannt wurde, muss Christoph Leikam berufsbedingt das Amt des Jugendwarts zurückgeben. Michael Brettner wird es übernehmen, hieß es.
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