"Weicher" Standortfaktor

Einblicke in die Arbeit des Kemnather Familienzentrums Mittendrin gab Jessika Wöhrl-Neuber in der Sitzung des Stadtrates. Zuvor wartete die Sozialpädagogin, die mit zehn Stunden bei der Kommune beschäftigt ist, mit einem dicken Kompliment für die eigentliche "Mutter" der Einrichtung auf.

Kemnath. (stg) Was tut sich im Familienzentrum? Woher kommen die Besucher? Welche Schwerpunkte werden künftig gesetzt? Erläuterungen zu all diesen Fragen gab Jessika Wöhrl-Neuber. Laut der Sozialpädagogin besteht das Team aus 13 sehr engagierten ehrenamtlichen Mitarbeitern und eben einer hauptamtlichen Kraft. Einen großen Dank hatte Wöhrl-Neuber für die Kemnather Stadträtin, Familienbeauftragte und Kinderschutzbund-Vorsitzende Jutta Deiml parat: "Sie hat das Mittendrin zu dem gemacht, was es heute ist!"

Kernangebote des Familienzentrums seien der Frühstückstreff und das Familiencafé, im Schnitt (Jahr 2014) seien es zehn bis zwölf Erwachsene und acht bis elf Kinder, die diese Angebote besuchen. "Besonders beliebt sind die Kreativnachmittage mit über 20 teilnehmenden Kindern pro Treffen", berichtete Wöhrl-Neuber. Diese Angebote füllten Lücken, die mittlerweile leider in vielen Familien entstanden seien.

Als Höhepunkt bezeichnete die Referentin eine Veranstaltung mit 42 Mädchen und Buben. Sie führte weiter aus, dass das Mittendrin einen großen Einzugsbereich habe. Besonders auch aus dem Erbendorfer und Grafenwöhrer Raum kämen viele Besucher. "Das ist auch eine tolle Werbung für Kemnath", betonte Wöhrl-Neuber. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass das Familienzentrum mit all seinen Angeboten immer mehr zu einem "weichen Standortfaktor" für die Kommune werden könne. Neben den beiden "Herzstücken" Frühstückstreff und Familiencafé sowie der Kreativwerkstatt seien unter anderem das Frühstück für alleinerziehende Eltern, das Trauercafé, die Ernährungskurse mit dem Amt für Landwirtschaft und Ernährung, unterschiedliche Vorträge und kreative Aktionen sowie das Thema Babymassage Zugpferde.

Auch Bürgermeister Werner Nickl zeigte sich davon überzeugt, dass der Weg des Familienzentrums im Bereich Vernetzungsarbeit "noch lange nicht zu Ende" sei. Auch flächenmäßig sei die Einrichtung gewachsen, denn seit wenigen Tagen könne ein Ein-Zimmer-Appartement in dem Gebäude ebenfalls genutzt werden. Fraktionsübergreifend gab es Lob für die Arbeit im Familienzentrum.
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