Weiden gut, Neustadt gut

Neustadt will die Pläne Weidens für die Stadtgalerie "pushen": Als unmittelbarer Nachbar muss es den Bauvorhaben der Max-Reger-Stadt zustimmen. Über drei Anträge entschieden die Stadträte.

Neustadt/WN. (esc) "Wenn es Weiden gut geht, geht es Neustadt auch gut", war der Konsens der Räte. Als direkter Anrainer hat Neustadt bei den Bauvorhaben auch ein Wörtchen mitzureden. In der Stadtratssitzung ging es im Speziellen um die "Stadtgalerie", das "Wellnesswohnen am Rehmühlbach" und das "Beyer-Eck".

Bereits im November wurde Neustadt bei der frühzeitigen Behördenbeteiligung am Planverfahren zur Stadtgalerie beteiligt. Daraufhin bat der Neustädter Stadtrat Weiden, die Konsequenzen auf den Handel in der Region feststellen zu lassen. Die Auswirkungsanalyse liegt nun vor. Demnach ist mit wirtschaftlich und städtebaulich relevanten Auswirkungen für folgende Bereichen nicht zu rechnen: Nahrungs- und Genussmittel, Apotheke, medizinische Artikel, Drogerie /Parfümerie, Heimtextilien/Bettwaren, Elektrowaren, Schreibwaren/Bürobedarf, Bücher/Zeitschriften, Blumen/Pflanzen/Zoo, Uhren/schmuck, Spielwaren/Freizeitartikel, Sportartikel/Fahrräder, sowie Möbel/Einrichtungsgegenstände.

Bei der sogenannten "Worst-Case"-Betrachtung - den schlimmsten angenommenen Kaufkraftverlust - bleibt Neustadt unter der kritischen Zehn-Prozent-Hürde. Und zwar ziemlich knapp: Im Bereich Bekleidung nahm die Analyse einen Wert von 9,4 Prozent, bei Schuhe/Lederwaren 8,9 Prozent und bei Optik 8,6 Prozent. "Rein rechtlich gesehen haben wir keine Möglichkeit, einzugreifen", erklärte Bürgermeister Rupert Troppmann. Dabei dankte er der Stadt Weiden für die Analyse.

"Wenn Weiden gut dasteht, steht auch Neustadt gut da", stellte Josef Arnold (CSU) fest. Auch wenn er einen gegenläufigen Trend festgestellt habe - "viele Weidener kommen nach Neustadt zum Einkaufen" - sei die Stadtgalerie notwendig. "Wir gehen davon aus, dass die Zahlen stimmen", sagte Achim Neupert (SPD). "Als unmittelbarer Angrenzer werden auch wir von der Stadtgalerie profitieren." Weiterhin hoffen er und seine Parteikollegen, dass die Stadtgalerie bald auf den Weg kommt. "Das werden wir mit unserer Zustimmung pushen."

Gerhard Steiner (FW) sagte mit Blick auf die Analyse: "Wir können guten Gewissens zustimmen." Was die Räte auch taten. Ebenso im Fall des "Wellnesswohnens am Rehmühlbach" und des "Beyer-Ecks": Diese Bereiche würden die Belange Neustadts nicht beeinträchtigen.

Den Bauantrag von Lorenz Singer innerhalb Neustadts haben die Räte ebenfalls genehmigt. Er darf in der Tirschenreuther Straße eine Feldscheune errichten.
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