Weidenberger Musikanten erweisen James Last bei Seebühnenkonzept ihre Referenz - 130 Zuhörer
"Happy Sound" lebt weiter

Blasmusik vom Feinsten bot Dirigent Klaus Weiß mit den Weidenberger Musikanten beim ersten Seebühnenkonzert auf der Seeleite. Bild: jzk
Kemnath. (jzk) Dass die Weidenberger Musikanten am Puls der Zeit sind, bewiesen sie beim ersten Kemnather Seebühnenkonzert. Aus aktuellem Anlass hatten sie ein Potpourri mit bekannten Melodien von James Last in ihr Programm mit aufgenommen.

Damit erwies das Ensemble am Sonntag dem am vergangenen Dienstag verstorbenen Komponisten und Bandleader seine Reverenz. James Last hatte in den 1960er Jahren mit seinem "Happy Sound" eine ganz neue musikalische Stilrichtung in der Popmusik geschaffen.

Nach dem Andreas-Hofer-Marsch von Karl Komzak hatte zweiter Bürgermeister Hermann Schraml die aus Funk und Fernsehen bekannte Blaskapelle begrüßt. Bei herrlichem Sommerwetter genossen die rund 130 Zuhörer die Blasmusik im Schatten von fünf roten Pavillons. Von den bequemen Sitzbänken aus hatten sie einen ungestörten Blick auf die 19 Musikanten und die hohe Fontäne im Stadtweiher.

Dirigent und Moderator Klaus Weiß lud das Publikum zu einer musikalischen Reise auf verschiedene Kontinente ein. Dabei kam der Kapelle ihr breitgefächertes Repertoire zugute. Das reichte im Bereich der sinfonischen Blasmusik von Konzertmärschen ("Hoch Heidecksburg", "Wir Musikanten", "Salemonia"), böhmischer Musik bis hin zu schmissigen Polkas ("Ein halbes Jahrhundert").

Ganz anders klang der Titelsong "Blende auf" der österreichischen Hörfunksendung "Autofahrer unterwegs". Viel Beifall erhielten die Musikanten für ein Medley mit Song der schwedischen Popgruppe "ABBA".

Mit dem Tango "La Cumparsita" und dem Cha Cha Cha "Patricia" entführten sie die Blasmusikfreunde in südamerikanische Gefilde. Der unvergessliche Ernst Mosch war mit dem Marsch "Blaue Augen" und dem "Kammbläser Marsch" vertreten. Dabei veränderten zwei Solisten mit dem Kazoo, einem kleinen Membranophon ("Schnarrer"), einen Melodieteil mit der eigenen Stimme.

In der Pause stärkten sich die Musikliebhaber mit Bratwürsten und gekühlten Getränken. Danach heizten ihnen die Musiker mit dem Dixieland "Ice Cream" von Chris Barber gehörig ein. Hier stellten vier Solisten mit Posaune, Klarinette, Trompete und Tuba ihr Können unter Beweis.

Viel Beifall gab es auch den von der amerikanischen Musikerlegende Stevie Wonder komponierten Song "Sir Duke". Obwohl die Musikanten am Vormittag bereits das Kurkonzert in Bischofsgrün bestritten hatten, traten sie auf der Kemnather Seebühne mit großem Elan auf. Man spürte, dass sie Spaß am Musizieren hatten. Als Zugabe gab es für die dankbaren Kemnather Zuhörer noch die "Kuschel-Polka" von Peter Schad. Gerne gaben sie eine freiwillige Spende für den 90-minütigen Hörgenuss. Alle freuen sich schon auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr.

Die Konzertreihe auf der Seebühne wird am 5. Juli mit einem Auftritt der Stadtkapelle Kemnath fortgesetzt. Am 26. Juli spielen die Pressather Musikanten. Beginn ist jeweils um 15 Uhr.
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