Weidener Tennis-Oldie bei deutschen Meisterschaften
Böckl mit Gold

Weiden. Rein von den Zahlen her ist es das größte Turnier für Tennis-Senioren in den Altersklassen 40 bis 85 Jahre. Unter den 750 Teilnehmern der deutschen Meisterschaft in bad Neuenahr war auch der Weidener Fred Böckl. Er kehrte mit Gold und Silber nach Hause.

Allein 72 Tennis-Senioren hatten für das Feld der AK 65 gemeldet, in dem Böckl an Nummer zwei hinter Peter Marklstorfer gesetzt war. In den ersten drei Runden hatte Böckl keinerlei Probleme und fertigte seine Gegner mit klaren Zweisatzsiegen ab. Im Viertelfinale traf der Oberpfälzer auf einen unangenehmen Gegner. Aber auch der ehemalige deutschen Meister, Jochen Zöller vom TC Babcok, hatte mit 3:6 und 1:6 keine Chance.

Klassetennis wurde den begeisterten Zuschauern im Halbfinale zwischen Fred Böckl (Nummer 5 der Weltrangliste) und Gerd Dahmen, (Nummer zehn) geboten. Böckl hatte den ersten Satz fest im griff, während Dahmen im zweiten Durchgang dominierte. Im Entscheidungssatz marschierte der Weidener mutig ans Netz und entschied viele Punkte durch brillante Volleys für sich. Mit einem verdienten 6:2, 3:6 und 6:2 zog er ins Finale gegen Peter Marklstorfer ein.

Jedoch war Böckl dadurch benachteiligt, dass das Doppelfinale, für das er sich ebenfalls qualifiziert hatte, nach dem anstrengenden Einzel-Halbfinale ausgetragen wurde. Dort schlugen die beiden ehemaligen Mannschaftskameraden Böckl/van de Loo die Titelverteidiger Dahmen/de Villepin überzeugend mit 6:4 und 6:2 und sicherten sich den Titel.

Nachdem Böckl neun Matches in fünf Tagen absolviert hatte, war er im Finale bestrebt, sich nicht auf kräfteraubende Rallyes einzulassen. Er dominierte dennoch das Geschehen durch druckvolles Offensivspiel. Beim Stand von 6:3 und 5:2 sah er schon wie der sichere Sieger aus, als der Oberschenkelmuskel verkrampfte. Marklstorfer erkannte die Situation sofort. Mit Stopps, die vorher meist mit Punkten für den Gegner endeten, hoffte er das Match doch noch zu kippen. Tatsächlich holte der Niederbayer drei Spiele hintereinander. Beim Stand von 5:5 war es ein weiterer Stoppball, der für den maßlos enttäuschten Weidener das schmerzhafte Ende bedeutete. Da für Böckl viele wichtige Turniere anstehen, entschloss er sich zur Aufgabe.
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