Weidener unterliegen dem SSV Jahn Regensburg II mit 1:4 - Verletzungen von Scherm und Wendl
Mehrere Serien der SpVgg SV reißen

Weiden. In der rechten Hand die Krücken, mit der linken sich am Geländer festhaltend und der linke Knöchel mit einer Aircast-Schiene stabilisiert - das Bild, das Andreas Wendl, Verteidiger des Fußball-Bayernligisten SpVgg SV Weiden, nach dem 1:4 (1:1) auf der Treppe des Funktionsgebäudes im Sparda-Bank-Stadion abgab, passte zum Auftritt der Gastgeber im Spitzenspiel gegen den Tabellenvierten SSV Jahn II.

Es sind beeindruckende Serien gewesen, die am Freitag für die Weidener aus verschiedenen Gründen zu Ende gegangen sind. In den davor ausgetragenen acht Heimspielen gingen sie sechs Mal als Sieger vom Platz, zwei Mal gab es ein Unentschieden. Zudem waren sie seit der 0:1-Niederlage beim Würzburger FV am 30. August acht Mal in Folge ungeschlagen geblieben. "Doch jede Serie muss einmal enden", sagte nach dem Schlusspfiff Sportlicher Leiter Thomas Binner, der sich mit dem Team dennoch weiterhin über die Tabellenführung freuen konnte.

Egeter fehlt enorm

Diese Freude hielt sich jedoch angesichts der vielen unglücklichen Begleitumstände in Grenzen. Stürmer Ralph Egeter fehlte nach seiner Rot-Sperre aus dem Spiel gegen Bayern Hof an allen Ecken und Enden, zwei weitere Partien ist er noch zum Zuschauen verurteilt. Viel schwerer wiegen jedoch die Verletzungen von Johannes Scherm (Oberschenkelzerrung) und von Wendl, bei dem zunächst Verdacht auf Knöchelbruch bestand. "Gebrochen ist nichts, aber sämtliche Bänder gerissen", berichtete der Abwehrspieler nach einer Untersuchung im Weidener Klinikum. Er wird definitiv bis zur Winterpause nicht mehr ins Geschehen eingreifen können.

Die zwei Verletzungen waren für Trainer Christian Stadler mit der Hauptgrund, warum gegen einen technisch und taktisch starken Tabellenvierten aus Regensburg verloren wurde. "Wir konnten die beiden Ausfälle nicht kompensieren."

Nach der Führung der SpVgg SV durch Thomas Schneiders sicher verwandelten Foulelfmeter (32.), zuvor war Wendl von Benjamin Karg knapp im Strafraum von den Beinen geholt worden, leistete sich die Defensive der Gastgeber beim 1:1 durch Benedikt Schmid (36.) eine kollektive Auszeit und ließ den Regensburger ungehindert gewähren. Nach der Pause bauten die Platzherren immer mehr ab und fanden gegen die SSV-Akteure überhaupt keine Mittel mehr.

"Nach dem 1:2 durch Schmid wurde unsere ohnehin schon vorhandene Unsicherheit immer größer. Was folgte, war eine Demonstration der Regensburger", fasste Stadler den zweiten Durchgang zusammen. Die Treffer von erneut Schmid (61.) und Tayfun Arkadas (72.) seien nur die logische Konsequenz gewesen.
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