Weidener Wasserballer unterliegen Potsdam mit 9:12 - Aufholjagd nach 3:9-Rückstand kommt zu spät
Zwei starke Viertel reichen nicht

Die Bundesliga-Wasserballer des SV Weiden verloren am Samstag in der Thermenwelt gegen OSC Potsdam mit 9:12. Thomas Kick (rechts) erzielte zwei Treffer für die Gastgeber. Bild: A. Schwarzmeier
Weiden. (prg) Vor zwei Wochen war es noch gelungen, Tabellenführer SC Neustadt einen Punkt abzuknöpfen, am Samstag jedoch gingen die Weidener Wasserballer in der Thermenwelt leer aus. Der OSC Potsdam erwies sich am zehnten Spieltag als zu stark für die Wodarz-Schützlinge, die sich mit 9:12 (2:3, 1:4, 1:2, 5:3) geschlagen geben mussten. Die SVW-Verantwortlichen verweisen auf die fehlende Konstanz. "Gegen so einen Gegner, mit einer so ausgeglichenen Mannschaft, musst du die gesamte Spielzeit Leistung liefern. Zwei Viertel reichen eben nicht", ärgerte sich Trainer Gerhard Wodarz.

Die gut aufgelegten Gäste aus der Brandenburger Hauptstadt zeigten von Beginn an, dass sie in der Oberpfalz keine Gastgeschenke verteilen wollten. Sie legten ein hohes Tempo vor und gingen in der zweiten Minute in Führung. Weiden wehrte sich jedoch tapfer und nutzte die erste Überzahl durch Thomas Kick zum Ausgleich. Im nächsten Angriff bekamen die Gäste eine Überzahl und nutzten diese zur erneuten Führung, ehe wiederum Kick, ebenfalls in Überzahl, zum 2:2 ausglich. Im weiteren Verlauf des Auftaktviertels ließen die Hausherren deutlich nach und nur ihr starker Rückhalt im Tor, Vladimir Srajer, verhinderte mehrere Gegentore. Lediglich beim Strafwurf zum 2:3 hatte Srajer das Nachsehen. Das zweite Viertel vermasselten die Max-Reger-Städter total. Reihenweise Fehler im Spielaufbau, Fehlpässe und Ballverluste nutzten die Gäste zu Kontern und zogen bis zur Halbzeit vorentscheidend auf 7:3 davon.

Rückstand zu groß

Bevor sich die SVW-Wasserballer vom Schock erholten konnten, legte Potsdam einen Doppelpack zum 9:3 nach. Die Weidener zeigten aber gerade in diesen schweren Momenten Moral. Sie kämpften und versuchten, noch einmal ins Spiel zurückzukommen, was ihnen auch gelang. Tor für Tor arbeiteten sich die Wodarz-Schützlinge auf 6:9 heran, doch der Rückstand war schon zu groß, um das Spiel noch zu drehen. Ganz ohne Gegentore ging es nämlich nicht und die gute Vorstellung der Hausherren im Schlussviertel mit dem zwischenzeitlichen 8:11-Anschluss änderte nichts mehr an der 9:12-Niederlage. Am Ende standen die Weidener mit leeren Hände da und haben damit keinen Boden im Kampf um den fünften Tabellenplatz gutgemacht.

Thomas Aigner gesperrt

Ärgerlich war nicht nur die Niederlage nach einer sehr hohen Foulbelastung, die überwiegend der aktiven und intensiven Spielweise der Gäste geschuldet war, sondern auch die unglückliche Spielzeitstrafe für Spielmacher Thomas Aigner, der dadurch automatisch für das nächste Spiel in Plauen gesperrt ist. "In Plauen brauchen wir jeden Mann, die Sperre erleichtert die Aufgabe bei den starken Vogtländern natürlich nicht", haderte Wodarz mit der Schiedsrichterentscheidung, "Es ist nicht gerade einfach für uns im Moment, aber so ist es im Sport und wir werden da wieder herauskommen", fügte er hinzu.
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