Weidener Wasserballer verlieren Schlüsselspiel in Laatzen
Lage immer dramatischer

Bester Werfer der Weidener Wasserballer war Thomas Aigner mit sieben Toren, aber es reichte nicht. Am Ende stand eine 11:14-Niederlage. Bild: af
Weiden. (prg) Mit einem Sieg in Laatzen hätten sich die Weidener Wasserballer noch alle Chance auf den begehrten fünften Platz offen halten können. Allerdings wäre dazu auch noch ein Sieg im letzten Saisonspiel gegen Wedding nächste Woche nötig. Es kam jedoch ganz anders. Die Weidener verloren bei den Norddeutschen mit 11:14. Damit ist nicht nur der anvisierte fünfte Tabellenplatz außer Reichweite, sondern auch Rang sechs kaum noch möglich, nachdem Wedding am Sonntag den SC Neustadt/Weinstraße klar mit 13:7 besiegte.

Das Spiel in Laatzen begann vielversprechend für die Oberpfälzer. Durch einen Doppelpack von Routinier Thomas Aigner gingen die SVler schnell mit 2:0 in Führung. Torben Röttger verkürzte auf 1:2, ehe Kapitän Andreas Jahn zum 1:3 einlochte. Weiden verschoss einen Strafwurf und verpasste es, sich auf drei Tore abzusetzen. Stattdessen trafen die Hausherren im Gegenzug zum 2:3 und kurze Zeit glich Tobias Müller zum 3:3 aus. Es dauerte gerade Mal 20 Sekunden und Müller hatte mit dem 4:3 einen Hattrick erzielt. Thomas Aigner schloss erfolgreich die letzte Überzahl des Auftaktviertels ab und erzielte den 4:4-Ausgleich.

Das zweite Viertel begannen die Laatzener mit einer beeindruckenden Überzahlausbeute, in der sie alle drei Ausschlüsse der Weidener in Tore umwandelten und sich damit auf 7:4 absetzten. Thomas Aigner, der in dieser Begegnung auf sieben Treffer kam, verkürzte noch auf 5:7, bevor Tobias Müller auch die vierte Überzahl seines Teams in diesem Match zum 8:5 nutzte. Es war wiederholt Aigner, der den 8:6-Halbzeitstand einstellte. Im dritten Viertel kämpften sich die Max-Reger-Städter noch auf 10:10 heran, mussten aber dennoch mit einem 10:11-Rückstand die letzte Viertelpause antreten.

Die Niedersachsen starteten höchst engagiert in das Abschlussviertel und machten mit einem Doppelpack zum 13:10 die letzten Hoffnungen der Wodarz-Schützlinge zunichte. Schon fast selbstverständlich traf Thomas Aigner für den Schwimmverein (13:11), doch die Laatzener gaben das Heft nicht mehr aus der Hand und Jobst Lange, der später zum "Spieler des Tages" gekürt wurde, trug sich als Schütze des letzten Treffers zum 14:11-Endstand ein.

Die Enttäuschung in den Reihen der Weidener ist riesig. Die Ausgangslage vor den Play-downs, die letztendlich über den Verbleib oder Abstieg in der Deutschen Wasserball-Liga entscheiden werden, ist höchst gefährlich. Nur wenn Laatzen im letzten Spiel gegen Tabellenschlusslicht Leimen/Mannheim nicht gewinnt, könnte ein Sieg gegen Wedding im letzten Spiel doch noch den sechsten Rang bringen. Als Siebter bekämen es die Weidener mit dem zweiten (Potsdam oder Krefeld) im Play-down zu tun. Ein Sieg in der Serie würde den sofortigen Klassenerhalt bedeuten. Nach einer Niederlage würde es in die alles entscheidende Best-of-five-Runde gehen, gegen den Sechsten.

Die Gefahr des Abstiegs aus der Bundesliga war für die Weidener noch nie so groß. "Aufgeben kommt nicht in Frage. Die Situation ist kritisch, aber gespielt wird bis zum Ende. Wir werden die verbleibende Zeit nutzen, um uns für die entscheidende Phase zu stärken," so Trainers Gerhard Wodarz.
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