Weigendorf lockt die Sachsen

Die Gemeinde unterstützt die ehrenamtliche Arbeit im Verein durch den Einsatz des Bauhofs.

Eine abwechslungsreiche Landschaft und eine gute Gastronomie besitzt die Drei-Täler-Gemeinde Weigendorf. Diese Mischung kommt offensichtlich bei Erholungssuchenden an, wie die Bilanz des Tourismusvereins zeigt.

Der Gasthof Zum Bayerischen Johann als Paradebeispiel bodenständiger Gastronomie war der Treffpunkt zur Jahresversammlung. Vorsitzender Hans-Werner Haas freute sich über die gute Saison 2014 mit mehr als 14 000 Übernachtungen. Der Zuwachs macht mehr als 20 Prozent aus.

Für freie Sicht gesorgt

Beigetragen haben dazu auch Ferienwohnungen, deren Vermieter sich zu einem guten Teil dem Tourismusverein angeschlossen haben. Er ließ sich, berichtete Haas, zur Ergänzung der vorhandenen Anlagen und Wanderwege an drei Aussichtspunkten etwas einfallen.

Oberhalb des Felsens Alter Fritz in Haunritz stehen jetzt ein Tisch und eine Bank. Den Pfad dorthin sichert ein stabiles Geländer ab. Auf dem Brummberg lädt ebenfalls eine neue Bank zu einer Rast ein, bei der die Wanderer jetzt freie Sicht über Högen haben. Dafür wurde die Vegetation zurückgeschnitten. Eine gleichartige Aktion macht auch den Aufstieg auf den Sommerberg lohnend. Hier öffnet sich der Blick auf Weigendorf und Hartmannshof.

Das Wander- und Gehwegnetz in und um die Gemeinde sei gut in Schuss und bestens ausgeschildert, stellte Haas zufrieden fest. Es bedürfe aber immer wieder der Pflege, bei der die Gemeinde tatkräftig mithelfe.

Bettenabgabe investiert

Über die Aktivitäten im Verein informierte Schriftführer Georg Schmid. Er erwähnte die Werbung auf der Freizeitmesse in Nürnberg und die Beteiligung an der Freizeitbuslinie Birglandexpress. Sie verkehrt in den Sommermonaten. Die Einnahmen aus der Bettenabgabe flossen in die Verbesserungen an den Aussichtspunkten, wie Kassier Franz Müller erläuterte.

"Der Wirtschaftsfaktor Tourismus hat in der Drei-Täler-Gemeinde Weigendorf große Bedeutung", bestätigte Bürgermeister Reiner Pickel. Dazu trage die gute Anbindung durch die S-Bahn-Station im nahen Hartmannshof und die Bundesstraße 14 bei. Natürlich liege der Schwerpunkt auf den gut bekannten Gastronomiebetrieben mit ihrem ausgezeichneten Übernachtungsangebot. "Die Gemeinde unterstützt die ehrenamtliche Arbeit im Verein durch den Einsatz des Bauhofs", erläuterte der Bürgermeister, bevor er die Vorstandswahlen leitete. Es blieb fast alles beim alten (siehe Kasten).

In diesem Jahr will der Tourismusverein wieder in die Zeitungswerbung gehen. Als Gebiet wurde der Bereich Sachsen um Leipzig und Chemnitz ins Auge gefasst, da vermehrt Gäste von dort kommen.
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