Weihnachten in Mundart

Welch ein Genuss: Weihnachtliche Weisen stimmten die Musikanten beim letzten Wirtshaussingen des Jahres in Kötzersdorf an. Bild: jzk

Beim letzten Wirtshaussingen des Jahres standen weihnachtliche Klänge im Vordergrund. Für die treuen Sänger und Musikanten schaute sogar das Christkind vorbei.

"Döi staade Zeit is do" sang Herbert Diesner zur Einstimmung beim weihnachtlichen Wirtshaussingen im Landgasthof Busch. Leider passte der Anfang "Wald und Wiesen san voschneid" nicht zur Witterung. Auf seiner Gitarre zupfte er die Akkorde.

Lesestoff

Im besinnlichen Teil sangen die Kemnather Sängerinnen Monika Fink und Sieglinde Wick die adventlichen und weihnachtlichen Lieder "A Löicht in der dunklen Zeit", die "Herbergssuche" ("O mia bitt man enk, löits uns ei"), "Dös allerschöinst Kindl", "Öitz göih i vull Friedn ins Waldhütterl nauf" und "Weihnachten steht vor der Tür ("Vom Himmel fällt der Schnee so leis"). Roland Küffner begleitete sie auf seinem Akkordeon. Zwischendurch las Sieglinde Wick einen Abschnitt aus der bayerischen Weihnachtsgeschichte vor. In ihrem Gedicht "Brief ans Christkind" wurde der Wunsch nach "Frieden auf der Welt" zum Ausdruck gebracht. Nachdenklich wurden alle bei den "Gedanken nach der Bescherung": "Müaßat do ned no was sei?", hieß es da am Schluss, als alle Geschenke ausgepackt waren

Am Ende des ersten Teils traten Marie Prechtl und Sophia Sporrer, die Enkeltöchter von Monika Fink, als Christkind und als Engel auf und beschenkten die treuen Musikanten, die regelmäßig beim Wirtshaussingen aufspielen. Im zweiten Teil wurden bekannte Weihnachtslieder gesungen. Dazu teilte Monika Fink Liedtexte aus. Rudolf Fink (Steirische Harmonika), Roland Küffner (Akkordeon) und Herbert Diesner (Gitarre) begleiteten den Gesang auf ihren Instrumenten. Siegfried Zaus spielte auf seiner Geige die Melodiestimme mit. Die Besucher freuten sich, dass sie in gemütlicher Atmosphäre altbekannte Lieder wie "Es wird scho glei dumpa" oder "O Tannenbaum" mitsingen konnten. Viele erinnerten sich dabei an ihre Kindheit. "Mir hams fröia als Kind schwaarer ghobt, aber es war doch schöiner als heit", meinten einige. Zwischendurch brachte Siegfried Zaus mit seiner Geige ein altbayerisches Weihnachtsmenuett zu Gehör. Manfred Döllinger spielte auf dem Akkordeon ein Potpourri beliebter weihnachtlicher Weisen. Ganz leise wurde es, als Isolde Bauer auf ihrer Zither einen "Stuben-Bairischen" anstimmte. Spontan improvisierte Herbert Diesner eine Gitarrenbegleitung dazu.

Christbaum an der Schenke

Die beiden Ramlesreuther Sänger Georg Horn und Ludwig Biersack stimmten "Aus einer schönen Rose" und "Friedensglocken, Weihnachtszeit" an. Sieglinde Wick las die beiden humorvollen Weihnachtsgeschichten "Das falsche Geschenk" und "Die falschen Weihnachtskarten" vor.

Nach "O du Fröhliche" war es Zeit zum Aufbruch. Beim Abschied wünschten sich alle gesegnete Weihnachtsfeiertage und ein gesundes neues Jahr. Beim Hinausgehen bewunderten viele den Christbaum und die Krippe, die Gastwirt Bruno Busch bei der Schenke aufgestellt hatte. Das nächste Treffen ist am Sonntag, 18. Januar, um 14 Uhr.
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