Weißenberger suchen sich 33,3-Meter-Exemplar aus
"Jetz' tanz ma umman Baam"

Als die Kirwa-Paare so richtig in Schwung waren, hörten sie fast nicht mehr auf. Sie präsentierten jede Menge typischer Tänze und ernteten viel Beifall.
"Wenn i af Weißenberg gäih": Das war am Wochenende wieder ein geflügeltes Wort und hatte natürlich eine besondere Bedeutung. Gemeint war die Weißenberger Kirwa als Ziel, die tatsächlich wieder jede Menge Zulauf hatte.

Das lag auch daran, dass es wieder eine bestens vorbereitete und gelungene Veranstaltung war. Der Kirwabaum wurde heuer auf recht lustige Art und Weise eingeholt. Rund um Weißenberg gibt es ja viele Wälder. Wer jetzt dort spazieren geht und die Augen offen hält, wird wohl die Lücke entdecken, die ein besonderes Prachtstück hinterlassen hat.

33,3 Meter Prachtexemplar

Genauer gesagt wurde dieses Riesenexemplar geschlagen, um es als angemessenen Baum zur Weißenberger Kirchweih zu transportieren. Dort steht es jetzt bis zur Allerweltskirwa ebenso stattlich, beziehungsweise noch viel schöner anzuschauen, als "nur" im Wald, umringt von vielen anderen Bäumen. Stolze 33,3 Meter misst der Stamm und ist natürlich reich geschmückt. Bevor es am Sonntag hieß, "Jetz' tanz ma umman Kirwabaam mit seiner groinen Spitz", ging es am Samstag rund mit den Saigatn im Festzelt.

Am Sonntagmorgen zogen alle Kirwapaare zum Gottesdienst in die St.-Veit-Kirche ein. Pfarrerin Ulla Knauer begrüßte sie eigens. Bevor es für sie am Nachmittag mit den Hauptprogramm weiterging, waren ein Frühschoppen und ein reichhaltiger Mittagstisch beim Seitz angesagt.

Der Höhepunkt näherte sich schließlich mit dem Einholen der Moila im Ort. Lustig und mit Gesang fuhren sie auf einem Leiterwagen zum Festplatz, wo schon viele Zuschauer warteten. Die Menge umringte den Tanzboden und feuerte die Paare mächtig an. Musikalische Begleiter waren die Kirchenreinbacher Spitzboum.

Es schien fast kein Ende zu nehmen, was die jungen Leute boten: Sternpolka, Bairischer, Landler, Zwiefacher und Walzer oder Schautänze waren zu sehen, unterbrochen von Liedern oder Gurzern. Nach einer Dreiviertelstunde dann die Erlösung, als der Wecker die Kür des Oberkirwapaars einläutete: Sabrina Winter und Andreas Gnahn sind heuer die Auserwählten. Die Zeichen ihrer Würde - Halstuch, Bierkrügel und Hut - waren unter schwierigen Bedingungen vom Baum zu holen. Das Krügel ging dabei sogar zu Bruch, fand aber Ersatz.

Kein Platz bleibt frei

Kirwa-Chefin Tina Windisch freute sich über den tollen Festbetrieb am Sonntag, bei dem im Zelt und im Freien kein Platz leer blieb. Musikanten aus der Gemeinde rund um Steffi Riedl und Roland Ertel heizten die Stimmung im Festzelt noch bis in die Nacht ordentlich an.
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