Welpe zahlt für Versagen

Letztendlich war es der Druck der Facebook-Gemeinde und das schlechte Gewissen, das die Besitzer dazu drängte, die Wahrheit zu sagen. Allerdings zu spät. Hätten sie von Anfang an mit offenen Karten gespielt, müsste der kleine Bruno jetzt vielleicht nicht ums Überleben kämpfen.

Der Tierarzt klagt über verlorene Zeit, und für Hundebetreuerin Claudia Wenzl ist es weder verständlich, warum das Pärchen den Klinikumsbesuch der Welpe verheimlichte, noch, warum die Besitzer die Fundtier-Lüge ins Feld führten. Trotz der finanziellen Probleme des Pärchens hätte es Lösungen gegeben.

Das Tierheim wäre "erst mal eingesprungen", versichert Wenzl. Das Paar hätte später die Kosten zurückerstatten müssen. Selbst wenn es dazu nicht in der Lage gewesen wäre, wäre eine Spendenaktion denkbar gewesen. Die Besitzer hätten sich allerdings über eventuelle Kosten im Klaren sein müssen, bevor sie sich einen kleinen Mischlingshund zugelegt haben. Das inkonsequente Handeln vom Kauf des Welpen bis zur feigen Abgabe im Tierheim könnte Bruno teuer zu stehen kommen. Für das Versagen der Besitzer zahlt er im schlimmsten Fall mit dem Leben.
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