Wenn der Aufzug streikt

Lokale Themen beherrschten den Fischbacher Faschingszug. Gar manches Missgeschick im Jahreslauf wurde auf die Schippe genommen. Bild: Götz

Es sind die lokalen Missgeschicke, die den Faschingszug im Bergdorf so interessant machen. Tausende Besucher überzeugten sich davon am Faschingsdienstag bei der 33. Auflage dieses Ereignisses. Komplettiert wurde das Geschehen von zahlreichen Fußgruppen.

"Rumml rumml" lautet logischerweise der Schlachtruf der "Rummlfelser" und der hallte zum Ausklang am Dienstag stundenlang durch die dicht gesäumten Straßen. Monatelang hatten die Mitglieder der Faschingsgesellschaft im Feldstadel gewerkelt, um die Themen-Wägen zusammenzustellen. Als dann bei herrlichem Wetter um 14.33 Uhr der Startschuss fiel, bekamen die Besucher einen langen und fantasievoll gestalteten Zug samt "Rumml-Burg" zu sehen.

Was geschieht, wenn zwei Frauen im Hotel ihre Zimmernummer nicht mehr wissen?, war das erste Missgeschick überschrieben. "Was am Boden liegt, das isst man nicht", hätte sich der Kurt merken sollen. Mit dem hinunter gefallenen Leberkäs hob er nämlich eine dicke Fleischfliege auf und verspeiste sie versehentlich. Fischbacher besuchten die Bundeshauptstadt und erlebten ein tolles Programm. Doch es gab eben sprachliche Probleme. Der Uli blieb im Hotelaufzug stecken, begann auf Oberpfälzisch zu schimpfen und bekam vom imaginären Helfer per Lautsprecher den Hinweis, er solle Deutsch reden, ansonsten brauche man einen Dolmetscher.

Es sind die lokalen Missgeschicke, die den Faschingszug so interessant machen. Tausende Besucher überzeugten sich davon am Faschingsdienstag bei der 33. Auflage dieses Ereignisses. Bilder von Gerhard Götz



Wenn die Frau im Mietshaus nach dem Rechten sieht, kann es brenzlig werden. Sie verließ das Gebäude durch die Hintertür und die fiel zu. Der Schlüssel blieb drinnen. Was tun? Gottseidank stand im ersten Stock ein Fenster offen. Leiter angelehnt und hinein ins Haus, lautete die Lösung. Dumm nur, dass die Haustüre an der Vorderfront die ganze Zeit offenstand. Das bunte Bild komplettierten die zahlreichen Gruppen. Auch die benachbarten Faschingsgesellschaften aus Nittenau und Steinberg am See waren mit starken Abordnungen vertreten. Für die musikalische Begleitung sorgten die Nittenauer Stadtkapelle und die Jugendblaskapelle der Volkshochschule Schwandorf. Die politische Prominenz durfte ebenfalls nicht fehlen. So grüßte Landrat Thomas Ebeling von der "Rumml-Burg" in die Menge.

Im Zentrum gab es zum Abschluss noch Gardetänze, ehe sich das närrische Geschehen in die Wirtshäuser des Dorfes verlagerte.
Weitere Beiträge zu den Themen: Fischbach (1249)Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.