Wenn Schnarchen krank macht

"Schlafstörungen können erhebliche Folgen haben", sagt der Facharzt Dr. Jürgen Herold. Zusammen mit einem Kollegen betreibt er seit November letzten Jahres ein Schlaflabor im ehemaligen Nabburger Krankenhaus. Jetzt gab es die offizielle Eröffnungsfeier in noblem Ambiente und mit einem ehemaligen Ministerpräsidenten als Gastredner.

Nabburg/Wernberg-Köblitz. (hou) Dr. Günther Beckstein hielt sein Versprechen, kam am Freitag auf die Burg nach Wernberg-Köblitz und sprach vor einem Fachpublikum sein Grußwort. Dabei sagte der langjährige bayerische Innenminister, danach eher kurzzeitig auf dem Sessel des Ministerpräsidenten: "Wichtig ist, dass man Wartezeiten abbauen will und raus aus den Ballungszentren geht. Das machen Sie." Wen Beckstein damit meinte, waren die Ärzte für Pneumologie, Allergologie und Schlafstörungen, Dr. Jürgen Herold und Armin Kaa. Sie betreiben eine überörtliche Gemeinschaftspraxis mit Standorten in Roth, Weißenburg, Schwabach, Fürth, Nürnberg, Erlangen und nun auch in Nabburg.

Sechs Standorte

In seinen Ausführungen zeigte sich Günther Beckstein davon überzeugt, "dass die Arbeit am Menschen mindestens den gleichen Stellenwert hat wie eine Tätigkeit beispielsweise in der Fahrzeugindustrie." Den beiden Ärzten und auch dem Unternehmer Hans Müller, der verantwortlich zeichnet für ein dem Schlaflabor angegliedertes Therapiezentrum, wünschte er für die Zukunft Erfolg: "Schwarze Zahlen sind wichtiger als rote." Zur Müller-Unternehmensgruppe gehören mehrere einzelne medizintechnische Firmen an sechs Standorten. Sie legt ihren Schwerpunkt auf die sogenannte respiratorische Heimtherapie.

Anschaulich führte Dr. Jürgen Herold seinen Zuhörern den Begriff "Schlafapnoe" vor Augen. Schnarchen, Sauerstoffstörungen: "Wir messen das in der Nacht", ließ er anklingen und ordnete die Zahl der an einer solchen Apnoe leidenden Menschen als durchaus hoch ein. Wer daran leide, habe das Risiko erheblicher Folgen: "Neigungen zu Depressionen, Schlaganfall, Herzinfarkt und Herzrythmusstörungen." Was kann man dagegen machen? Herold schilderte Möglichkeiten. Auch die einer Therapie mit einer Atemmaske. Eingreifende Maßnahmen wie diese seien nach Erhebungen im Schlaflabor möglich. Gleichwohl lasse sich die Erkrankung erst im Labor schlüssig feststellen.
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