"Wer hot Kirwa? Mia hom Kirwa!" Dieses Motto gilt traditionell am ersten Juli-Wochenende in der am Fuße des Rotbühls gelegenen Ortschaft Weiher. Ausrichter des Brauchtumsfestes, das von Samstag, 4., bis Montag, 6. Juli, auf dem Weiherer Sportplatz stattfindet, sind die Feuerwehr und die Kirwaleit.
Am Fuß des Rotbühls geht's hoch her

(u) Für die Kirwaburschen und die Mannsbilder der Ortschaft beginnen die Festivitäten am Samstag, 4. Juli, schon um 8 Uhr früh mit dem Einholen des Baumes. Gestiftet hat diesen die Kirchenverwaltung Weiher.

Um 15 Uhr wird das bis dahin geschnitzte und verzierte Wahrzeichen der Veranstaltung auf dem Sportplatz aufgestellt. Ab 20 Uhr herrscht Festbetrieb. Die Freudenberger Band Tschucki Tschucki sorgt von Beginn an für entsprechende Stimmung. Das Quartett, das wie alle anderen ohne Verstärker spielt, bürgt für zünftige Musikunterhaltung.

Der Kirchweihsonntag, 5. Juli, beginnt mit einem Festgottesdienst, den Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann um 9 Uhr in der Dorfkirche Mariä Opferung zelebriert. Danach sind die Gäste zum Frühschoppen und zum Mittagstisch auf das Festgelände eingeladen. Dort bietet der Hanauer Sepp eine vielseitige Speisenkarte an. Sie reicht vom Schweinebraten oder Schäuferl bis zum Schnitzel oder der Currywurst.

Stolz ist man in Weiher auf das Engagement der eigenen Dorfjugend. 2008 war es nach 60 Jahren erstmals wieder der Fall, dass Weiherer Kirwapaare den Baum austanzten. Heuer bereiten sich unter der Regie von Heimatpfleger Dieter Kohl (Massenricht) 14 Burschen und Moidln auf diesen Brauch vor, der am Sonntag um 15 Uhr beginnt und musikalisch von der Gruppe Höidlbrumma begleitet wird. Danach ist Alleinunterhalter Michael Demleitner am Keyboard bis in den Abend hinein für die Musik zuständig. Die Dorffrauen bieten den Gästen zur Kaffeezeit Kuchen an. Natürlich gibt es auch Gegrilltes und Frischgetränke. Am Kirwamontag, 6. Juli, gibt es ab 11 Uhr Mittagessen aus der Küche vom Hanauer Sepp. Hoch her geht es im Dorf ab 13 Uhr. Dann sind die Paare zum Kirwabärtreiben unterwegs. Zum Endspurt spielen ab 19 Uhr D'Allerscheynsten auf, bevor das Traditionsfest gegen 22 Uhr mit der Verlosung des Baumes und der Sachpreise seinen letzten Höhepunkt erlebt. Die Weiherer Kirwaleit sind auch für schlechtes Wetter gerüstet. Die Festhalle wird mit einem Zeltanbau versehen, die Bar in der Blockhütte eingerichtet.
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