"Wer zur Verfügung steht, ist dabei"

Immer für einen Spruch gut: Georg Winkler, seit vielen Jahren als Trainer tätig und derzeit Coach des TSV Stulln, nimmt die Personalprobleme mit Sarkasmus, aber auch mit Humor. Bild: bwr

Aufstrebender Aufsteiger gegen zuletzt gebremsten Absteiger: Dieses Duell am Samstag in Gleiritsch verspricht jede Menge Würze. Doch die Kreisklasse West hat am Feiertag und Sonntag noch mehr zu bieten. Auch ein bisschen Sarkasmus.

Schwandorf. (lfj) Aufsteiger SV Trisching (1../9) sorgt in der Kreisklasse West für Furore. Nach drei Spieltagen besitzt das Team von Trainer Martin Heimler als einziges noch eine weiße Weste. Bereits am Samstag muss der SV beim Kreisliga-Absteiger und Meisterschaftsfavoriten DJK Gleiritsch (3./6) Farbe bekennen.

Sehnsüchtig auf die ersten Punkte wartet das einzig punktlose Schlusslicht TV Nabburg (14./0), der allerdings mit dem TSV Klardorf (2./7) einen noch unbesiegten Gast vor der Brust hat. Im Fokus des 4. Spieltags steht auch das Kreisstadt-Duell zwischen der schwach gestarteten FT Eintracht (13./1) und dem traditionsreichen 1. FC Schwandorf (4./6). Der TSV Trausnitz (5./6) konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen und den dritten Dreier verbuchen. Im Gastspiel bei Aufsteiger SV Haselbach (9./3) wollen die Pfreimdtaler in die Erfolgsspur zurückkehren. Vor einer harten Probe steht der TSV Stulln (7./6) bereits am Samstag bei Aufsteiger SC Kreith (6./6). Die fusionierte SC Pertolzhofen/Niedermurach (8./4) will bei Mitaufsteiger TuS Dachelhofen (10./3) nicht leer ausgehen, der SV Diendorf (12./1) gegen den SC Weinberg (11./3) endlich den ersten Dreier gutschreiben.

DJK Gleiritsch       Sa. 16.00       SV Trisching
Der Gleiritscher Trainer Alex Götz ist immer noch stinksauer aufgrund der schwachen Chancenverwertung und fehlenden Konzentration gegen Ende der Partie auf dem Weinberg. Noch mehr als die Niederlage schmerzt der mehrwöchige Ausfall von Leistungsträger Galli. Gegen Spitzenreiter Trisching will die DJK dennoch alles versuchen, um die drei Punkte in Gleiritsch zu behalten. Ein überragender Start, schwärmt Trischings Trainer Martin Heimler, der beim Sieg gegen Kreith nur die magere Chancenverwertung bemängelte. Sollte gegen die hochgehandelte DJK Gleiritsch an die bisherigen Leistungen angeknüpft werden, hält der SV-Coach, dessen unveränderte Mannschaft erneut Gas geben will, einen weiteren Sieg für möglich.

SC Kreith       Sa. 16.00       TSV Stulln
Keinerlei Personalsorgen hat Kreiths Trainer Mario Albert, nachdem Urlauber Kiendl wieder zur Verfügung steht. Im Heimspiel gegen Stulln will der Sportclub die Scharte der Niederlage von Trisching auswetzen und mit einem Dreier in der Spitzengruppe bleiben. Gästetrainer "Girgl" Winkler glaubt, dass die Tagesform entscheiden wird, wobei das Match schon richtungsweisend sein könne. Nachdem bei Stulln Zühlke und Scheiber verletzungsbedingt ausfallen, Schmidl, Mois und Hartlich im Urlaub sind, bleibt Winkler nur etwas Sarkasmus: "Wer zur Verfügung steht, ist dabei."

Eintr. Schwandorf       So. 14.30       1. FC Schwandorf
Die Eintracht erwartet ein interessantes Derby, wobei die Hausherren schon ein wenig unter Zugzwang stehen, wie Trainer Thomas Stenzel weiß. Er hofft, dass trotz einiger Urlauber und Verletzter jetzt auch mal seinem Team das Glück zur Seite steht, man die Chancen in Tore ummünzen kann und der Abwehrbereich dicht hält. Nach dem zweiten Heimsieg ist es für den "Club" an der Zeit, auch auswärts Farbe zu bekennen und zu punkten. Trainer Uwe Beinhölzl weiß, dass es in diesem Derby hoch hergehen wird. Der FC erwartet mit Sicherheit keine leichte Angelegenheit, will aber mit einem Dreier weiter in der Spitzengruppe bleiben.

SV Haselbach       So. 15.15       TSV Trausnitz
Nach der unnötigen Niederlage in Klardorf hofft der SV Haselbach gegen Trausnitz auf die nächsten Punkte. Allerdings erwartet Spielertrainer Daniel Friedl ein schweres Match, in dem er weiterhin einige Verletzte und Urlauber ersetzen muss. Keine gute Leistung mit zu wenig Druck und ohne Torchancen, attestierte der Trausnitzer Spielertrainer "Wastl" Lang seiner Mannschaft gegen Dachelhofen. Gegen den nächsten Aufsteiger SV Haselbach wollen die Pfreimdtaler in Erfolgsspur zurückkehren, was aber aufgrund der personellen Situation mit mehreren Angeschlagenen sehr schwer werden dürfte. Minimalziel ist es, mit einer kompakten Mannschaftsleistung nicht zu verlieren.

TuS Dachelhofen       So. 15.15       Pertolzh./N'murach
Dachelhofens Trainer Oliver Birk hofft, dass seine Truppe durch den Sieg in Trausnitz jetzt in der Kreisklasse angekommen ist. Der TuS will sich mit einem weiteren Dreier von den hinteren Plätzen absetzen, wobei er aber keinen Selbstläufer erwartet. Nur mit der Einstellung vom Vorsonntag sei dies mit unveränderter Aufstellung möglich. Die SG Pertolzhofen/Niedermurach scheint mit dem ersten Dreier in der Liga angekommen zu sein. Das glaubt auch Trainer Claus Frank. In Dachelhofen gilt es nun, die Leistung gegen die Eintracht zu bestätigen und zumindest einen Punkt, möglichst aber alle drei, mitzunehmen. Gleißner stößt wieder zum Kader.

SV Diendorf       So. 15.15       SC Weinberg
Die Diendorfer wollen, zumindest wenn es nach dem Willen von Trainer Udo Braunschläger geht, das Schwandorfer Spiel schnell abhaken und nach vorne schauen, denn gegen Weinberg ist es an der Zeit, den ersten Dreier dingfest zu machen. Dazu fordert der Coach eine geschlossene Mannschaftsleitung, um zu alter Stärke zurückzufinden. Neben den Langzeitverletzten fehlt Scharf, einige Spieler sind angeschlagen. Der Sieg gegen Favorit Gleiritsch sollte den Gästen vom Schwandorfer Weinberg neues Selbstvertrauen geben. Beim noch sieglosen SV Diendorf will die Mannschaft von Trainer Richard Wagner jedenfalls nicht leer ausgehen und möglichst die volle Punktzahl mit nach Hause nehmen.

TV Nabburg       So. 15.15       TSV Klardorf
Auch wenn Nabburg in den ersten drei Spielen unter Wert geschlagen wurde und zum Teil gute Leistungen zeigte, so steht der TV vor dem Heimspiel gegen Klardorf dennoch ohne Punkte da. Nach wie vor fehlen Trainer Walter Bauer einige Stammspieler wegen Urlaub oder Verletzung. Dennoch wird der TV alles versuchen, um die ersten Punkte einzufahren und vom Tabellenende wegzukommen. Personell besser aufgestellt sind die Gäste aus Klardorf, bei denen bis auf Liebl alle Mann an Bord sind. Der TSV will weiter ungeschlagen bleiben, Nabburg nicht am Tabellenplatz messen und konzentriert zu Werke gehen, um die Punkte mitzunehmen.
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