Werke des Literatur-Nobelpreisträgers

"Aus tiefstem Vergessen" (2000) ist eine Liebesgeschichte aus dem Paris und London der 1960er Jahre. Ein Mann sieht in der Metro eine Frau, die vor dreißig Jahren seine Jugendliebe war und folgt ihr. Kritiker lobten die "klare, karge Sprache" Modianos, mit der er eine ganze Epoche zum Leben erwecke.

"Unfall in der Nacht" (2006) erzählt von einem junger Mann, der in der Nacht von einem Auto gestreift wird. Er wird zusammen mit der Fahrerin leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht, doch die Fahrerin flieht. Der junge Mann macht sich auf die Suche. Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb damals, wie immer bei Modiano versuche der Ich-Erzähler ein weit zurück liegendes Ereignis zu verstehen, und wie immer bleibe alles rätselhaft, die Vorgänge und auch die Suche selbst.

"Place de L'Étoile" (2010) erzählt von der fingierten Autobiografie des jungen Raphael Schlemilovitch in Paris zur Zeit des Nationalsozialismus. Er ist mal "Kollaborationsjude", mal Liebhaber von Eva Braun, emigriert mit falschen Papieren und liegt bei Doktor Freud auf der Couch. Kritiker lobten Modianos Werk als "überwältigend" und "Geniestreich".

"Der Horizont" (2013): In dem Roman erinnert sich die Hauptfigur Jean Bosmans an seine kurze Romanze mit Margaret, die Jahrzehnte zurückliegt. Bosmans streift durch Paris und versucht, sein Leben an der Seite der rätselhaften Margaret zu rekonstruieren. Die Suche nach der Vergangenheit wird zur Suche nach dem Glück. (dpa)
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