Wernberg-Köblitz-Deindorf.
Zu viel Wind für das Windrad

Am Freitagmittag wurde bei Deindorf der Rotor für das erste Windrad im Landkreis installiert: Nabenhöhe 141 Meter, Rotorblattdurchmesser 117 Meter, Leistung 2,4 Megawatt. Bild: Götz
(cv) "Für den Betrieb ist der Wind ja gut", meint "Voltgrün"-Geschäftsführer Toni Frank. Als jedoch Stahlrohre, Maschinenhaus und Windradflügel mit Hilfe eines 145 Meter hohen Spezialkrans montiert werden sollten, war es fast des Guten zu viel.

Die Stahlbetontürme der beiden ersten Windräder im Landkreis Schwandorf im "Windpark Deindorf" stehen schon seit geraumer Zeit, nun sollten die weiteren Spezialteile folgen. Vor einer Woche begann die Anlieferung. Doch dann hieß es: Warten. Der Wind war zu stark für die Montage. "Jenseits der zehn Meter pro Sekunde", so Frank. Acht Meter ist das Limit für die diffizile Aktion. Als die zwei Mal 30 Meter hohen Stahlrohrsegmente aufgesetzt waren, gab's wieder eine Zwangspause, bis Maschinenhaus und Triebstrang folgten. Am Boden wurden an der Nabe drei 56,5 Meter lange Rotorblätter befestigt: Gesamtdurchmesser 117 Meter. Der Großkran hob gestern den "Stern" mit einem Zugseil an. Ein kleinerer Kran fixierte ein Rotorblatt. So wurde der Kranz vorsichtig in die Höhe gezogen.

Die gleiche Prozedur folgt beim zweiten Windradturm südlich der Autobahn. Nach dem Probebetrieb wird die Rewag Regensburg ab September Strom ins Netz einspeisen. Beide Windräder - Investitionssumme zehn Millionen Euro - erzeugen 13 Millionen Kilowattstunden. Das entspricht in etwa dem Jahresbedarf von 3700 Einfamilienhäusern.
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