Wernersreuther feiern am Samstag das Patrozinium der Pfarrkirche
Start ins Jahr der Heiligen

Das Patrozinium ihrer Pfarrkirche feiern die Wernersreuther. Bild: fsc
Mit einem Festgottesdienst am Samstag, 29. November, um 9 Uhr feiert die Pfarrgemeinde das Patrozinium ihrer Pfarrkirche. Mit dem Gedenktag von Andreas beginnt das neue Kirchenjahr. In alten Brevieren eröffnete der Apostel das Sanctorale - das Jahr der Heiligen.

Lostag für das Wetter

Seit dem 6. Jahrhundert ist der Andreastag in allen Kalendarien enthalten. Bei den Bauern war der Andreas-Tag durch all die Jahrhundert ein wichtiger Lostag für das Wetter.

Lange Zeit galt die Andreas-Nacht als Orakel-Nacht für allerlei Vorhaben und zwischen 1537 und 1878 wurde der Dezember auch Andreas-Monat genannt. Andreas gilt als Schutzpatron der Fischer, Metzger, Bergleute, Seiler und Wasserträger. Wohl von einer Wehrkirche aus dem 12. Jahrhundert stammt der wuchtige, 16 Meter hohe Turm er Wernersreuther Pfarrkirche. Der Kirchenbau selbst dürfte im 17. Jahrhundert entstanden sein. 1639, als Wernersreuth zur Pfarrei Wondreb gehörte und im Gerichtsbezirk Hardeck lag, soll die Kirche so baufällig gewesen sein, dass keine Gottesdienste mehr abgehalten werden konnten.

Über Jahrhunderte, so geht aus einem Pfarreien-Register hervor, gehörte Wernersreuth als Filiale zur Pfarrei Wondreb und wurde von einem Kaplan betreut. Der Ort Wernersreuth wurde um 1140 erstmals urkundlich erwähnt. "Wernherisrvte" hieß er damals, als ihn Markgraf Diepold III. von Vohburg dem um 1133 entstandenen Zisterzienserkloster Waldsassen übertrug. Über sieben Jahrhunderte war Wernersreuth und das dazugehörige Land eng mit den Höhen und Tiefen der Klostergeschichte verbunden. Die Zeiten der Reformation und des Dreißigjährigen Krieges sorgten für Not und Elend, bis es mit der Wiedererrichtung des Klosters Waldsassen ab 1669 wieder aufwärts ging und sich die Lebensverhältnisse im Stiftland wieder besserten.

Weltlicher Geistlicher

In der Folgezeit wurde Wernersreuth eigenständige Pfarrei, als die Verhandlungen des Waldsassener Abtes Anselm Schmaus mit dem Ordinariat in Regensburg erfolgreich waren. Ein weltlicher Geistlicher sollte die Pfarrei von da an betreuen.
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