Wertvoll im Ehrenamt

Mit dem Segen verabschiedete Pfarrerin Anne Utz Herbert Steinbeck. Er hatte mehr als 20 Jahre lang Lektorendienste geleistet und bei Verhinderung von Pfarrern Gottesdienste abgehalten. Bild: rn

"Gott segne Dich auf all Deinen Wegen." Mit diesen Worten verabschiedete Pfarrerin Anne Utz einen verdienstvollen Mitarbeiter im Kirchendienst: Lektor Herbert Steinbeck.

Seine Verabschiedung vom langjährigen Kirchenamt war eingebettet in den Gottesdienst zum Jahresabschluss am Silvestertag.

Pfarrerin Anne Utz sprach von einem "reichen Blumenstrauß an Ehrenämtern", die in der Kirchengemeinde bekleidet werden. Zum Kreis der zuverlässigen Laien zählte sie Steinbeck. Er habe an unterschiedlichsten Stellen mitgearbeitet, über viele Jahre Gottesdienste gehalten und sei bei Bedarf "auch in anderen Gemeinden eingesprungen". "Du hast Dich intensiv mit dem Glauben auseinandergesetzt", bescheinigte Utz ihm außerdem.

"Ein weiser Mann"

In ihre kurze Laudatio bezog die Pfarrerin auch den katholischen Stadtpfarrer Thomas Jeschner ein, der einmal geäußert habe: "Herr Steinbeck, ein weiser Mann". Nach dem Segen übergab sie dem scheidenden Mitarbeiter im Namen aller Kirchengemeinden, in denen er tätig war, ein Buchgeschenk und eine Karte mit den Unterschriften aller Pfarrer.

Mit Worten des Vertrauens hatte Utz den Gottesdienst begonnen: "Am letzten Abend des Jahres kommen wir zu Gott mit allem, was wir erlebt haben an Sorgen, Ängsten und Hoffnung. Hier sind Menschen getröstet und beruhigt worden. Hier können wir aufatmen." Sie rief dazu auf, den Blick voraus zu richten, sich aber auch die Frage zu stellen, "ob ich im abgelaufenen Jahr ehrlicher, sorgsamer und offener war".

Erinnern und Vergessen

Eingebunden in Gebete und Gesänge war ihr Rückblick auf 2014. "365 Mal aufgestanden, gearbeitet, ausgeruht, Urlaub genommen, gelacht, gefeiert oder manches schwer genommen", sagte sie. Das Jahr sei aber auch verbunden gewesen mit Erinnerungen und Vergessen. Die Pfarrerin rief dazu auf, einige Momente nochmals gemeinsam zu gehen: "An welche Pflanze erinnere ich mich? Welche Person habe ich enttäuscht? Welcher Streit ist gut ausgegangen? Welchen Wunsch habe ich mir erfüllt?"

Die Gläubigen ermunterte Utz, Gott ein Jahr zurückzugeben. Dies könne in Gestalt eines Teelichts erfolgen. Die Gottesdienstbesucher traten daraufhin vor und entzündeten die auf einem Tisch aufliegenden Lichter. Es folgte die Abendmahlfeier, ehe sich im Gemeinderaum der weltliche Teil der Silvesterfeier anschloss. Die Vorbereitungen hatten Renate Conrad und Birgit Drechsler getroffen.
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