Wertvolle Dienste seit 60 Jahren

Einige Angehörige des Jahrgangs, der vor 60 Jahren nach Fockenfeld kam, um die Schulbank zu drücken (Bild), kommen am Wochenende zu einem Klassentreffen zusammen. Bild: hfz

Seit sechs Jahrzehnten wirken in Fockenfeld die Mallersdorfer Schwestern. Dieses Jubiläum wird am Sonntag, 20. September, mit einem Festgottesdienst gefeiert. Im Anschluss folgt das traditionelle Schlossfest.

"Fockenfeld ist mir zur Heimat geworden, ich will nichts missen, was ich hier erlebt habe", sagt die 81-jährige Schwester Rembolda, die seit 1960 vor Ort Dienst leistet. Sie ist das Gesicht der Mallersdorfer Schwestern in Fockenfeld, ist in der Region bestens bekannt. Von Beginn an arbeitete sie in der Küche, deren Leitung sie von 1966 bis 2009 inne hatte. Auch heute noch ist sie eine gefragte Fachkraft in der Küche und hilft kräftig mit, die Patres und die Schüler zu verköstigen.

Schwester Aszeta war die erste Schwester, die 1955 nach Fockenfeld kam. Als erste Oberin wirkte vor Ort Schwester Lukana. Bisher waren für den Orden der Armen Franziskanerinnen 19 Schwestern in Fockenfeld tätig. Hausoberer Bruder Markus Adelt und Pater Benedikt Leitmayr sind sich einig: "Die Schwestern sind ein Glücksfall für unser Haus. Hoffentlich bleiben sie uns noch lange erhalten. Sie leisten wertvolle Dienste." Wie viele Ordensgemeinschaften leiden die Mallersdorfer Schwestern aber unter akutem Nachwuchsmangel. Schon so manches Haus hat deshalb schließen müssen.

Den Festgottesdienst am Sonntag um 10 Uhr zelebriert Pfarrer Thomas Eckert, ein gebürtiger Konnersreuther, der vor 25 Jahren in Fockenfeld sein Abitur machte. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Konnersreuther Kirchenchor unter der Leitung von Matthias Schraml. Angekündigt haben sich zum Gottesdienst auch Generaloberin Schwester Jakobe Schmid vom Mutterhaus des Ordens und zahlreiche Schwestern aus der ganzen Region.

28. Schlossfest

Danach beginnt im Außen- und Innenbereich der Festhalle das 28. Schlossfest, zu dem die gesamte Bevölkerung willkommen ist. Rund 30 Helfer aus den Pfarreien Konnersreuth und Brand (bei Marktredwitz) kümmern sich um das leibliche Wohl der Gäste. Angeboten werden Mittagessen sowie am Nachmittag verschiedene Grillspezialitäten, Käse mit Brezen, Kaffee und Kuchen. Heitere Klänge steuert die Konnersreuther Jugendblaskapelle bei. Auf dem Programm stehen auch ein Flohmarkt mit Bücherbasar, ein "Eine-Welt"-Stand, Fußballspiele, Schlossführungen und eine Jubiläumsausstellung mit Texten und Bildern. Für die kleinen Besucher wird eine Hüpfburg aufgebaut.

Klassentreffen

Anwesend sein werden am Sonntag auch mehrere Angehörige des Schülerjahrgangs, der vor 60 Jahren nach Fockenfeld kam. Die damals 14- bis 16-Jährigen haben später verschiedenste berufliche Weg eingeschlagen. Viele wurden Priester, einige gingen in die Politik. Mit dabei war auch Karl Stöhr, der 40 Jahre lang als Diplom-Sozialpädagoge gearbeitet hat und sich aufgrund seiner Fockenfelder Vergangenheit oft als "Laienseelsorger" bezeichnet. Er freut sich schon auf das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Schulkameraden.
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