"West II" füllt sich zusehens

Das Gewerbegebiet West II hat Zugkraft. Von 24 Hektar Fläche sind noch sieben "offen". Noch heuer wird der Bebauungsplan für den zweiten Bauabschnitt in Angriff genommen. Bild: Völkl

Die Verschuldung zeigt, welcher Kraftakt es war, das Gewerbegebiet West II auszuweisen. Doch er hat sich gelohnt. Von den 24 Hektar sind nur noch sieben "offen".

Wernberg-Köblitz. (cv) Als der Bauausschuss kürzlich vor Ort war, ging es darum, von der Haupttrasse Leitungsanschlüsse in eine neue Erschließungsstraße zu ziehen, bevor die Asphaltschicht aufgetragen wird. Bei der Gelegenheit gab es auch einen Überblick über die vorhandenen und geplanten Ansiedlungen.

Was verkauft ist

Das Gewerbegebiet West I mit dem Magneten Conrad ist mit 38 Unternehmen voll belegt. West II schließt sich direkt Richtung Westen an der alten B 14 an. Sieben Millionen Euro hat die Kommune hier investiert. Von dem bisher erschlossenen 24 Hektar großen Areal sind 25000 Quadratmeter an die Feuerverzinkerei Wiegel verkauft. Schon bezogen ist die Halle auf dem 2500 Quadratmeter großen Grundstück, das Elektroschränkebauer Glomann bezogen hat. 5000 Quadratmeter hat sich Lohnverpackung Riederer gesichert. Die erste Halle steht bereits. 5000 Quadratmeter umfasst das Betriebsgelände von Betz Formenbau. Im August wird umgezogen.

Verkauft, aber noch nicht bebaut sind die Grundstücke von Grüngut Kiener (7500 Quadratmeter) und Auto Götz (5500 Quadratmeter). Drei weitere Verträge über 2800, 2200 und 3700 Quadratmeter große Grundstücke liegen beim Notar. Zwei kleinere 3500 und 3400 Quadratmeter große Flächen sind reserviert, ebenso zwei große: 8000 und 15000 Quadratmeter.

Eine Anfrage gibt es auch von "Invest of Bavaria" für 58 000 Quadratmeter. Mit Namensnennungen ist man hier zurückhaltend, so Bürgermeister Georg Butz auf NT-Nachfrage. "Abgefragt werden Lageplan, Konditionen, Bebauungsplan, Lärmvorsorge". Heuer steht noch ein zweiter Schritt an: Westlich vom bestehenden Areal West II werden in einem zweiten Bauabschnitt 15 Hektar in Angriff genommen.

Der Bebauungsplan wird heuer aufgestellt, der Ankauf ist nun weitgehend in trockenen Tüchern. Mitte bis Ende nächsten Jahres soll Baureife bestehen. Die Parzellierung folgt, wenn Interessenten anklopfen. Der Standort Wernberg-Köblitz könnte davon profitieren, dass der Nürnberger Großraum ziemlich dicht ist. Vor allem Logistikunternehmen suchen in der Umgebung nach erschlossenem baureifem Gelände, erzählt Bürgermeister Butz.

In Sachen Gewerbegebiet zog der Marktrat an einem Strang. Butz ist optimistisch, dass noch einiges verkauft wird und mit der Refinanzierung auch Schulden abgebaut werden können.
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