Wichtel weisen Weihnachtsweg

Trotz des widrigen Wetters folgten viele Dorfbewohner am Sonntagabend der Einladung der Feuerwehr zum Glühweinabend am Dorfchristbaum. Vor allem für die Kinder hatten sich die Verantwortlichen etwas Besonderes einfallen lassen.

Der Vorplatz des Feuerwehrhauses war mit einigen Feuerstellen beleuchtet. Die flackernden Flammen der Holzfeuer und der beleuchtete Dorfchristbaum trugen zum besinnlichen Ambiente bei. Für die "inneren Erwärmung" wurde heißer Glühwein geboten. Aber auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Neben heißen Würsten schmeckten besonders zum Glühwein die angebotenen Lebkuchen. Großer Andrang herrschte beim "Chefkoch" Andreas Hirschke. Er bot Crêpes mit verschiedenen Aufstrichen an. Der gesamte Vorstand der Feuerwehr hatte sich in Wichtelkostümen eingekleidet und betreute in diesem Outfit die Gäste.

Der evangelische Posaunenchor unter Leitung von Chorleiterin Karin Müller-Bayer eröffnete die Veranstaltung. Danach erzählte Pfarrer Hartmut Klausfelder ein Weihnachtsmärchen. Es handelte von einem König, der entscheiden wollte, welcher seiner beiden Söhne am besten geeignet war, seine Nachfolge anzutreten. Er gab jedem fünf Silberstücke, die sie verwenden sollten, um den großen Festsaal am Abend zu schmücken. Der ältere gab das Geld Bauern mit der Bitte, nicht mehr brauchbare, schon ausgepresste Zuckerrohrstengel zum Festsaal zu liefern und diesen damit auszuschmücken.

Am späten Nachmittag wurde der König schon unruhig, denn der jüngere Sohn war immer noch nicht erschienen. Als er dann endlich mit leeren Händen kam, gab er den Auftrag den Festsaal von den Zuckerrohrstengeln zu reinigen. Dann stellte er mitten in den großen Raum eine Kerze und zündete sie an. Dieses kleine Licht erhellte den Raum zwar nur ein wenig, aber der König verkündete, dass der Jüngere der Thronfolger sein wird. Er hat die Silberstücke nicht vergeudet um etwas Unnützes zu kaufen. Sondern er hat das gebracht, was die Menschen am nötigsten brauchen, nämlich das Licht. Der Pfarrer wünschte eine gesegnete Adventszeit. Er riet diese zu nützen sich zu überlegen, was man wirklich braucht, um nicht Unnützes zu Weihnachten zu schenken.

Danach übernahmen die Weihnachtswichtel die Regie. Alle anwesenden Kinder folgten Oberwichtel Reinhard Dollhopf mit seiner Laterne zum Sternenhaus (neues Dorfhaisl neben dem Feuerwehrhaus). Hier durften sie unter Anleitung der Wichtel Lisa Plößner, Evi Sloot und Melanie Preißinger Sterne bemalen und Lebkuchen mit bunten Streuseln schmücken.

Anschließend erhielt jedes Kind einen Gutschein für einen "Kinobesuch" im Feuerwehrhaus. Die Eltern ließen sich inzwischen die angebotenen Weihnachtsleckereien im Feuerwehrhaus schmecken oder besuchten die Ausstellung ortsansässiger Kunsthandwerker im Sternenhaus (Bericht folgt).
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