Wie der Vater, so der Sohn

Der Name bleibt gleich. Werner Kennel junior (vorne, Vierter von links) übernahm von seinem Vater (mit Korb) das Amt des Vorsitzenden der Eschenbacher Kleintierzüchter. Der neue Vizechef heißt Alexander Sporr (Siebter von rechts). Der neue Chef ernannte Werner Kennel senior aufgrund seiner Verdienste um Verein und Tierzucht zum Ehrenvorsitzenden. Bild: do

Werner Kennel räumte ein gut bestelltes Feld. Nach gut 40 Jahren als Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins Eschenbach nahm er weinenden Auges, aber doch glücklich und zufrieden Abschied von einem Amt, das voll und ganz seine Freizeit ausfüllte.

Die zirka 60 Züchter erhoben sich zum Dank für Werner Kennel bei der Jahreshauptversammlung zu langem Applaus. Dem "Ehrenamtsdenkmal" zum Trost klappte der Führungswechsel perfekt. Selbst der Name bleibt. Der neue heißt: Werner Kennel junior.

Die Mitgliederversammlung hatte unspektakulär begonnen. Nichts deutete auf das Ende der Ära von Kennel senior hin, und doch waren die Weichen für den Stabwechsel längst gestellt. Noch einmal beleuchtete er das Erfolgsrezept der Kleintierzüchter: "Achtung vor dem Geschöpf Tier, Opferbereitschaft und Geschlossenheit."

Als Wahlleiter war es dritten Bürgermeister Klaus Lehl vorbehalten, die "großartigen Leistungen" des langjährigen Vorsitzenden zu würdigen. "Werner Kennel war Kämpfer und Vorbild. Sein Name wird mit dem Verein verbunden bleiben." Als sichtbares Beispiel unermüdlichen Wirkens für die Kleintierzucht nannte Klaus Lehl die gewaltige Anstrengung, nach der Brandkatastrophe und dem vermeintlichen Ende des Vereins die Zukunft der Kleintierzüchter mit einem neuen, noch schöneren und größeren Heim zu sichern.

Minutenlang hallte danach der Applaus durch die Räume für einen "ganz Großen des Ehrenamts", wie es Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies formulierte. "Der Idealismus von Werner Kennel kannte keine Grenzen." Sichtlich gerührt nahm der Noch-Vorsitzende den Lobpreis entgegen. "Halts zam und machts weiter so", empfahl er seinen Nachfolgern.

Tierliebe vermitteln

Diesen Wunsch äußerte auch Dieter Kies. "Der Blick auf die Tierwelt darf nicht verloren gehen", forderte der Stadtverbandsvorsitzende. Er bedauerte, dass in der heutigen Kindererziehung wenig Platz für Tiere sei. Viele Kinder seien noch nie in einem Stall gewesen oder haben ein Tier gestreichelt. Tierschauen des Kleintierzuchtvereins sowie die Kinder- und Jugendarbeit seien Beiträge, Tierliebe zu vermitteln. (Bericht folgt)
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