Wie Eltern Einzelkinder unterstützen können
Kontakte knüpfen

Einzelkinder brauchen den Kontakt zu anderen Kindern. Denn diesen können Eltern in vielerlei Hinsicht nicht ersetzen. So erlangen Kinder im Umgang miteinander nicht nur soziale Kompetenzen, Geschwister lernen zudem quasi nebenbei, sich zu behaupten und durchzusetzen. Deshalb ist der Kontakt zu anderen Kindern besonders wichtig.

Dana Urban von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung in Fürth empfiehlt, schon früh damit anzufangen - beispielsweise in einer Krabbelgruppe oder beim Kinderschwimmen. "Das erleichtert später auch den Start in den Kindergarten", sagt sie. Außerdem sollten Eltern das Kind dabei unterstützen, sich mit Freunden zu treffen.

Jedes vierte Kind in Deutschland wächst ohne Geschwister auf. Von den 13 Millionen Minderjährigen seien im vergangenen Jahr 26 Prozent Einzelkinder gewesen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Immer noch ist die Zwei-Kind-Familie am häufigsten: Knapp die Hälfte (47 Prozent) der Kinder lebte 2014 mit einem Geschwisterkind. 26 Prozent hatten zwei oder mehr Geschwister. In den Großstädten wachsen 30 Prozent der Kinder als Einzelkinder auf, auf dem Land sind es nur 24 Prozent.
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