Wie früher in der Stube

Zünftig unterhaltsam und auch mal nachdenklich: Auf den "Hutscha-Oumd" im Wirtshaus freuen sich jedes Jahr viele Menschen und sie kommen gerne zur Paula. So auch heuer, als Franz Joseph Vohburger wieder durch den unterhaltsamen Abend führte.

Wenn die Tage kürzer werden, erinnert der "Hutscha-Oumd" an eine Zeit, in der die Menschen in der Stube beieinander saßen. Die Frauen waren meist noch mit Näh-, Stick- und Strickarbeiten beschäftigt. Dazu wurden Geschichten erzählt und alte Lieder gesungen. Wer ein Instrument beherrschte, spielte dazu zünftig auf.

Geschichten und Musik

Dass diese anheimelnde Stimmung auch heute nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt hat, zeigte sich einmal mehr beim mittlerweile 17. "Hutscha-Oumd" im Gasthaus Roidl, dessen Saal voll besetzt war. Die Geschichten erzählte Franz Joseph Vohburger. Gar manche von ihnen, die sich in der näheren Umgebung zugetragen haben soll, ließ den einen oder anderen Zuhörer erschauern. Kein "Hutscha-Oumd" ohne Blasmusik - dafür sorgte der "Roidl Mich mit seine sauberen Freind". Die "Gambacher Sängerinnen" beeindruckten mit ihren schönen Stimmen und brachten mit dem "Birnbaum vor da Annamirl ihrem Fenster" altes Volksgut. Mit dabei war auch das "Kolmklang-Duo" aus Pingarten, die Andrea und der Sepp, mit den Klassikern "Hohe Tannen" und dem "Weltverdruss". Die Schwarz-Buam bestachen nicht nur mit ihrer Musik und ihrem Gesang, sondern auch mit frechen Witzen und Späßen.

Doch auch Handarbeiten wurden angefertigt. Angelika Schuster beeindruckte mit Häkelarbeiten, während Brigitte Weber und Resi Wolf strickten. Rosa Koller bewies Geduld im Sticken, genauso wie Angelika Schmidmeier. Sie zeigte die Kunst des Hardanger-Stickens.
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