Wie gegen eine Wand

Zugestellt von den Raigeringer Innenverteidigern Florian Hiltl (rechts vorne) und Ruben Grahlmann holt der zweifache Torschütze, Mittelstürmer Dennis Kramer vom FC Amberg II, den Ball technisch perfekt aus der Luft. Bild: Ziegler

Das nennt man effektiv: Vier Torschüsse in 90 Minuten reichten für drei Treffer. So entschied der FC Amberg II das Kellerderby der Bezirksliga Nord gegen den SV Raigering. Der verzweifelte schier am Torhüter der Gäste.

Es siegte keineswegs die bessere Mannschaft vor 320 Zuschauern, sondern die cleverere. Die "Panduren" scheiterten bei der 1:3-Niederlage an ihrer Chancenauswertung - und an FC-Schlussmann Sebastian Moser.

Keiner wollte den ersten Fehler machen, beide Teams agierten sehr zurückhaltend. In der 5. Minute gab Raigering den ersten Warnschuss ab. Florian Haller zog aus 15 Metern ab, Moser fing den Schuss ab. Die Spielanteile lagen anfangs großteils auf Gästeseite. Der SVR lauerte dafür auf seine Chancen. So in der 16. Minute, als Tim Wrosch über die rechte Außenbahn in den Strafraum vordrang. Doch Sebastian Moser hielt. Eine Minute später versuchte es Max Riß mit einem Schuss, der jedoch zu schwach war. Dafür klingelte es auf der Gegenseite. Dennis Kramer war nicht zu stoppen und schoss unhaltbar zur überraschenden FC-Führung ein (20.). Und das ausgerechnet in einer Phase, in der der SVR immer mehr die Oberhand gewann.

Mit einem Freistoß hatte Max Riß den Ausgleich auf dem Fuß, doch Moser war mit einem Reflex zur Stelle (28.). Raigering hatte nun deutliches Übergewicht und kombinierte ansehnlich, doch beim Abschluss hatte der SVR nach wie vor seine Probleme.

Der FC Amberg II legte unmittelbar nach der Pause nach: In der 48. Minute traf Michael Reinwald zum 0:2. Raigering bemühte sich weiter. Das nächste Tor erzielten aber die Gäste. Mit einem Sonntagsschuss war Dennis Kramer zum 0:3 erfolgreich. Eine Raigeringer Einschussmöglichkeit gab es dann wieder in der 65. Minute, doch Florian Haller und Tim Wrosch trafen den Ball nicht.

Eine Minute später war Florian Haller alleine auf dem Weg zum gegnerischen Tor. Doch auch diesmal war Sebastian Moser auf seinem Posten. Sicher war der FCA-Schlussmann in der 71. Minute bei einem Schuss von Michael Muck. Das Gästetor war wie vernagelt. So auch bei einem Kopfball von Florian Hiltl, bei dem der nötige Druck fehlte (84.). Der Kopfball von Christian Dowridge war in der 86. Minute dafür schärfer, aber Sebastian Moser parierte abermals. Geschlagen war der FCA-Torhüter erst mit dem Schlusspfiff, als Christian Dowridge mit einem Fernschuss traf.
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