"Wie jedes Jahr": Die Turbulenzen bei den "Löwen" aus Sicht der Fans

"Löwenfreunde"-Vorstandschef Reinhard Heller analysierte in der Jahreshauptversammlung ausführlich die Situation beim TSV 1860 München aus Sicht der Fußball-Fans. "Wie jedes Jahr .....", sagte Heller über die Turbulenzen, verwies auf drei Trainerwechsel, die Entlassung eines Sportdirektors und das "Interimspräsidium", "... weil auch die Vorstandschaft zurückgetreten ist und der Termin für eine Jahreshauptversammlung laufend verschoben werden muss, mangels Kandidaten für die entsprechenden Ämter."

Heller erinnerte an den Klassenerhalt in der Relegation gegen Holstein Kiel in der Allianz-Arena. Dort hätten die Fans gedacht, "... dass die neue Saison nur besser werden könne." Zur Zeit spielten die "Löwen" attraktiven und wesentlich besseren Fußball als vergangene Saison. "Doch der Erfolg bleibt aus." Nach dem schlechtesten Saisonstart aller Zeiten habe Torsten Fröhling seinen Hut nehmen müssen. Ob mit einem, so Heller, "Trainerauslaufmodell" wie Benno Möhlmann der Erfolg zurückkehren werde, sei wünschenswert aber fraglich.

Zumindest die Verpflichtungen mit den Neuzugängen Degenek, Liendl, Mugosa und Rodnei und dem Einbau des eigenen Nachwuchses mit Wittek, Wolf und Vollmann funktionierten nun besser als die "nicht nachvollziehbare Einkaufspolitik eines zu Recht entlassenen Gerhard Poschner", schimpfte Heller. Im Zusammenhang mit dem Vertrauen auf die eigenen Nachwuchsleute wies Reinhard Heller auch darauf hin, dass zur Zeit in der 1. Bundesliga 19 Spieler im Einsatz sind, welche bei 1860 ausgebildet wurden. "Diese brachten es dort auf insgesamt auf 1800 Einsätze und 190 Länderspiele." Die meisten Spieler habe der TSV für ein "Butterbrot" oder völlig ohne Ablöse ziehen lassen müssen.

Der Vorstandsvorsitzende weiter: "Ob es ein gutes oder schlechtes Zeichen ist, dass man zur Zeit nichts von Mehrheitseigner Hasan Ismaik hört, an was es liegt, dass man aus dem Erlös von den Spielerverkäufen in Höhe von 3,5 Mio Euro nur 750 000 Euro in neue Spieler investiert hat und ob VW nach dem Abgas-Skandal nach Saisonende noch Hauptsponsor sein wird, bleibt abzuwarten."

Unbeantwortet sieht Heller außerdem die Frage, "... wie weit die Gespräche über den Neubau einer eigenen Löwen-Arena gediehen sind."
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